sagen:graessesachsen665
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| - | | + | Köhler, Volksbrauch im Vogtlande, |
| - | Im vorigen Jahrhundert pflegten die Mädchen von [[geo:raasdorfoelsnitz|Raasdorf]] und [[geo:Tirschendorf]] abwechselnd in einem der beiden Dörfer in einer Rockenstube zusammen | + | In dem Dorfe [[geo:werdavogtland|Werda]] bei [[geo:oelsnitzvogtland|Oelsnitz]] lebte ein junger Mann, der saß an einem Sonntagsabende im Winter ganz allein |
| - | Etwa um 11 Uhr Abends kommt eine sonderbare Gestalt in die Rockenstube, er hatte einen Pferdefuß, war einem großen Mann ähnlich | + | Der Bursche fragt nach seinem Begehr, erhält aber keine Antwort. Nachdem |
| - | Als die Gesellschaft die Höhe des Berges zwischen [[geo: | + | Aber wie von einer unsichtbaren Macht gefesselt, kann er seinen Blick nicht von dem Buche abwenden und er fängt wieder an zu lesen. Jetzt aber entsteht im Hause ein großes Gepolter und Getöse; |
| - | //Quelle: [[autor: | + | Jetzt aber wird’s unserem Geisterbeschwörer himmelangst und er ruft aus vollem Halse um Hilfe. Es dauert aber lange, ehe die gewünschte Hilfe kommt. Endlich kommt der Bruder des Burschen mit noch einigen Nachbarssöhnen nach Hause und diese sehen nun, was vorgefallen ist. Der Sohn des Wirths, der auch mit hinzugekommen war, läuft sogleich zum Pastor des Ortes, der auch erscheint, dessen Kraft aber zu schwach ist. Er giebt den guten Rath, es solle doch gleich einer nach [[geo: |
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| + | Derselbe läßt sich bewegen mitzukommen, | ||
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| + | //Das Buch, in welchem der Bursche las, ist Faust´s [[ding: | ||
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| + | //Ein alter Mann in Eichelborn in Thüringen hatte große Kenntnisse in geheimen Künsten. Einst las er abends in einem großen Buche, während ein Knabe bei ihm in der Stube war. Da wurde er hinaus gerufen. Der Knabe las trotz des Verbotes in dem Buche, und da kamen viele Raben, welche von außen an das Fenster pochten. Aus das ängstliche Geschrei des Knaben kam der Alte zurück, gab dem Ungehorsamen eine derbe Ohrfeige und las in dem Buche schnell einige Worte, siehe, sofort verschwanden die Raben wieder. (O. Richter, Deutscher Sagenschatz, | ||
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| + | //Dieselbe Sage findet sich auch bei den Lausitzer Wenden. Als ein Bauer, welcher am Schlossberge zu Burg in der Niederlausitz wohnte und der im Besitze eines „Charakters“ war, einmal aus dem Felde arbeitete, suchte daheim sein Sohn das Zauberbuch hervor. Beim Lesen desselben kamen ebenfalls Hasen. Krähen und andere Vögel zu Tür und Fenster herein. Der Vater, von Unruhe und Angst getrieben, lies eilig nach Hause und sahe, was der Sohn angerichtet hatte. Da nahm er das Buch zur Hand und las alle Stellen, welche der Sohn gelesen hatte, rückwärts, | ||
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