Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:graessesachsen662

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:graessesachsen662 [2023/04/20 21:55] ewuschsagen:graessesachsen662 [2025/01/30 17:51] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 1: Zeile 1:
 [[sagen:graessesachsen661|<<< zurück]] |  [[sagen:graessesachsen661|<<< zurück]] | 
-[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]] | +**[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** 
 [[sagen:graessesachsen663| weiter >>>]] [[sagen:graessesachsen663| weiter >>>]]
  
Zeile 7: Zeile 7:
     S. Köhler a. a. O. S. 559.     S. Köhler a. a. O. S. 559.
  
-In [[geo:oelsnitzvogtland|Oelsnitz]] lebte im vorigen Jahrhundert ein Mann, Namens Fölk. Zu dessen [[typ:Bett]] kam in der Nacht ein [[typ:graumännchen|graues Männchen]] und sagte: „gehe mit mir.“ Aber Fölk ging nicht, auch nicht, als er zum zweiten Male kam. Doch erzählte er den Fall einem Andern, der ihm den Rath gab: „wenn’s wieder kommt, so gehe mit!“ Das Männchen kam wirklich zum dritten Male, Fölk kleidet sich deshalb an, bindet auch seine [[typ:Schürze]] um und geht mit. Das Männchen führte ihn nun in einen [[typ:Garten]] dicht außerhalb der Oelsnitzer Stadtmauer, in großer Nähe des jetzigen Gerichtshauses, und zwar auf die ebene „Strecke“ des Gartens, wo ein Seiler seine Waaren drehte. An einem Orte der „Strecke“ lag eine Steinplatte und zugleich ein großer [[typ:schwarzerhund|schwarzer Hund]], der aber ruhig blieb. +In [[geo:oelsnitzvogtland|Oelsnitz]] lebte im vorigen Jahrhundert ein Mann, Namens Fölk. Zu dessen Bett kam in der Nacht ein [[wesen:graumännchen|graues Männchen]] und sagte: „gehe mit mir.“ Aber Fölk ging nicht, auch nicht, als er zum zweiten Male kam. Doch erzählte er den Fall einem Andern, der ihm den Rath gab: „wenn’s wieder kommt, so gehe mit!“ Das Männchen kam wirklich zum dritten Male, Fölk kleidet sich deshalb an, bindet auch seine Schürze um und geht mit. Das Männchen führte ihn nun in einen Garten dicht außerhalb der Oelsnitzer Stadtmauer, in großer Nähe des jetzigen Gerichtshauses, und zwar auf die ebene „Strecke“ des Gartens, wo ein Seiler seine Waaren drehte. An einem Orte der „Strecke“ lag eine Steinplatte und zugleich ein großer [[wesen:schwarzerhund|schwarzer Hund]], der aber ruhig blieb. 
  
-Als sich die Steinplatte in die Höhe that, war ein eingelassener, mit [[typ:Geld]] gefüllter [[typ:Kessel]] zu sehen und das graue Männchen gab dem Fölk zu verstehen, er möge nun von dem Inhalte des Kessels in seine Schürze fassen, soviel er fortbringen könne. Derselbe that es auch. Als er genug hatte und seinen Rückweg antrat, mußte er wieder, wie dies auf dem Hinwege bereits geschehen war, über einen Zaun steigen, was ihm auch glücklich gelang. Da hörte er sich bei seinem Taufnamen: „Gottlob“ ein-, zweimal rufen, ohne zu antworten. Als es aber zum dritten Male rief, entfuhr ihm ein „Was denn?“ und plötzlich wurde ihm seine [[typ:Schürze]] ganz leicht, der Schatz war ihm soweit entschwunden, daß er bei der Ankunft in seiner Wohnung nur noch zwei oder drei [[lex:kreuzer|Zwanzigkreuzer]] in der Schürze hatte.+Als sich die Steinplatte in die Höhe that, war ein eingelassener, mit Geld gefüllter Kessel zu sehen und das graue Männchen gab dem Fölk zu verstehen, er möge nun von dem Inhalte des Kessels in seine Schürze fassen, soviel er fortbringen könne. Derselbe that es auch. Als er genug hatte und seinen Rückweg antrat, mußte er wieder, wie dies auf dem Hinwege bereits geschehen war, über einen Zaun steigen, was ihm auch glücklich gelang. Da hörte er sich bei seinem Taufnamen: „Gottlob“ ein-, zweimal rufen, ohne zu antworten. Als es aber zum dritten Male rief, entfuhr ihm ein „Was denn?“ und plötzlich wurde ihm seine Schürze ganz leicht, der Schatz war ihm soweit entschwunden, daß er bei der Ankunft in seiner Wohnung nur noch zwei oder drei [[lex:kreuzer|Zwanzigkreuzer]] in der Schürze hatte.
  
 //Quelle: //Quelle:
-[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 58; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_058.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, Version vom 1.8.2018]]//+[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 58//
 ---- ----
-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oelsnitzvogtland vogtland graumännchen bett schürze schwarzerhund garten schatz geld kessel schweigen kreuzer zwanzigkreuzer}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 oelsnitzvogtland vogtland graumännchen bett schürze schwarzerhund garten schatz geld kessel schweigen kreuzer zwanzigkreuzer v2}}
  
  
sagen/graessesachsen662.1682020517.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)