Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:graessesachsen620

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:graessesachsen620 [2023/04/19 22:27] ewuschsagen:graessesachsen620 [2025/01/30 17:51] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 1: Zeile 1:
 [[sagen:graessesachsen619|<<< zurück]] |  [[sagen:graessesachsen619|<<< zurück]] | 
-[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]] | +**[[capitel:graessesachsen2|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 2]]** 
 [[sagen:graessesachsen621| weiter >>>]] [[sagen:graessesachsen621| weiter >>>]]
  
Zeile 7: Zeile 7:
     S. Ernst, Gesch. u. Beschreib. d. Bezirks u. d. St. Hof. 1866. S. 36 fg.     S. Ernst, Gesch. u. Beschreib. d. Bezirks u. d. St. Hof. 1866. S. 36 fg.
  
-In der Nähe der Stadt [[geo:Hof]] wohnten die Klagemütter. Es sind dieses [[typ:altesweib|alte Weiber]], die an düstern Plätzen wohnen, sich aber Niemanden zu nahe kommen lassen, ihre Farbe ist schwarz und ihre Beschäftigung besteht in [[typ:klage|Wehklagen]] und Heulen.+In der Nähe der Stadt [[geo:Hof]] wohnten die Klagemütter. Es sind dieses alte Weiber, die an düstern Plätzen wohnen, sich aber Niemanden zu nahe kommen lassen, ihre Farbe ist schwarz und ihre Beschäftigung besteht in Wehklagen und Heulen.
  
 In der Stadt Hof selbst wohnen die Schretzelein oder Schretel, namentlich in den Ställen, wo sie in Gestalt kleiner hurtiger Thiere Unfug treiben. Hören und sehen sie, daß das Gesinde das Rindvieh schlecht behandelt, flucht und schimpft, dann sind sie oben auf, verderben das Futter und machen das Vieh unruhig, so daß es nicht gedeiht. In der Stadt Hof selbst wohnen die Schretzelein oder Schretel, namentlich in den Ställen, wo sie in Gestalt kleiner hurtiger Thiere Unfug treiben. Hören und sehen sie, daß das Gesinde das Rindvieh schlecht behandelt, flucht und schimpft, dann sind sie oben auf, verderben das Futter und machen das Vieh unruhig, so daß es nicht gedeiht.
  
-In derselben Gegend treiben auch die [[typ:trud|Druden]] ihr Unwesen. Es sind diese eine Art [[typ:hexe|Hexen]], welche sich bei Nacht in die Schlafkammern schleichen, sich diejenigen Schläfer, welche auf den Rücken liegen, aussuchen, sich auf die Brust derselben setzen und sie so stark drücken, daß sie sich weder rühren noch um Hilfe rufen können. Dieselben tauschen auch, wenn sie in ein Haus kommen, wo eine Wöchnerin liegt, sobald diese schläft und allein ist, was man deshalb im ganzen [[region:vogtland|Voigtlande]] auch überall ängstlich vermeidet, die wohlgebildeten Kinder gegen ihre eigenen ungestalteten, die sogenannten [[typ:wechselbalg|Wechselbälge]], um.+In derselben Gegend treiben auch die [[wesen:drude|Druden]] ihr Unwesen. Es sind diese eine Art Hexen, welche sich bei Nacht in die Schlafkammern schleichen, sich diejenigen Schläfer, welche auf den Rücken liegen, aussuchen, sich auf die Brust derselben setzen und sie so stark drücken, daß sie sich weder rühren noch um Hilfe rufen können. Dieselben tauschen auch, wenn sie in ein Haus kommen, wo eine Wöchnerin liegt, sobald diese schläft und allein ist, was man deshalb im ganzen [[region:vogtland|Voigtlande]] auch überall ängstlich vermeidet, die wohlgebildeten Kinder gegen ihre eigenen ungestalteten, die sogenannten [[wesen:wechselbalg|Wechselbälge]], um.
  
-In derselben Gegend lassen sich auch bei Nacht im Freien an [[typ:sumpf|sumpfigen]] öden Stellen [[typ:feuermann|feurige Männer]] sehen, welche die [[typ:Wanderer]] vom rechten Wege abzulenken suchen.+In derselben Gegend lassen sich auch bei Nacht im Freien an sumpfigen öden Stellen [[wesen:feuermann|feurige Männer]] sehen, welche die Wanderer vom rechten Wege abzulenken suchen.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 25; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_II_025.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 2. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 25//
 ---- ----
-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 hof altesweib trud hexe schlaf vogtland wechselbalg sumpf feuermann wanderer}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen2 hof altesweib drude hexe schlaf vogtland wechselbalg sumpf feuermann wanderer schretel schretzelei v2}}
  
  
sagen/graessesachsen620.1681936038.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)