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sagen:graessesachsen566

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-====== Der gespenstige Bergmann bei Rittersgrün und Scheibenberg (Grässe) ======+====== Der gespenstige Bergmann bei Rittersgrün und Scheibenberg ======
  
     Lehmann a. a. O. S. 75 cf. S. 53.     Lehmann a. a. O. S. 75 cf. S. 53.
  
-Zwischen [[geo:Rittersgrün]] und [[geo:pöhla|Böhle]] am Bach ist ein Fels, darum sich ein [[typ:Gespenst]] als ein [[typ:Bergmann]] hören und sehen läßt, oben auf dem Kopfe hat es ein brennendes [[typ:Grubenlicht]] und erschreckt die Leute in der Nacht und hat sie mit großem Beben und Krachen in den Bach geworfen. Ebenso hat sich hinter dem Scheibenberger Hügel am Gehänge im Wacken und vorne um die Berghalten oft ein [[typ:Gespenst]] sehen lassen als ein [[typ:Bergmann]] gekleidet, welches den Maurern, so daselbst Sand gesiebt, plötzlich auf den Hals gekommen. Andere hat es hinter dem Berge an eine eiserne Thüre geführt, als zum Eingange eines [[typ:schatz|Schatzes]], die man nachher nicht wieder finden können, oder in Gestalt einer Jungfer oder von [[typ:wolf|Wölfen]][[typ:fuchs|Füchsen]] und [[typ:irrwisch|Irrwischen]] Manchen verführt und geäfft.+Zwischen [[geo:Rittersgrün]] und [[geo:pöhla|Böhle]] am Bach ist ein Fels, darum sich ein Gespenst als ein Bergmann hören und sehen läßt, oben auf dem Kopfe hat es ein brennendes Grubenlicht und erschreckt die Leute in der Nacht und hat sie mit großem Beben und Krachen in den Bach geworfen. Ebenso hat sich hinter dem Scheibenberger Hügel am Gehänge im Wacken und vorne um die Berghalten oft ein Gespenst sehen lassen als ein Bergmann gekleidet, welches den Maurern, so daselbst Sand gesiebt, plötzlich auf den Hals gekommen. Andere hat es hinter dem Berge an eine eiserne Thüre geführt, als zum Eingange eines Schatzes, die man nachher nicht wieder finden können, oder in Gestalt einer Jungfer oder von Wölfen, Füchsen und [[wesen:irrwisch|Irrwischen]] Manchen verführt und geäfft.
  
-Im Jahre 1632 hatte Hans Schürf zu [[geo:crottendorf|Krottendorf]] eine Tochter von 8 Jahren im Walde verloren, die man innerhalb 13 Tagen nicht finden können, bis sie von einer [[typ:köhler|Köhlerin]] im Walde angetroffen und heimgebracht worden. Da sie nun gefragt ward, was sie denn gegessen und getrunken, hat sie geantwortet: „ein Männlein hat mir alle Tage eine [[typ:Semmel]] und zu trinken gebracht.“ +Im Jahre 1632 hatte Hans Schürf zu [[geo:crottendorf|Krottendorf]] eine Tochter von 8 Jahren im Walde verloren, die man innerhalb 13 Tagen nicht finden können, bis sie von einer Köhlerin im Walde angetroffen und heimgebracht worden. Da sie nun gefragt ward, was sie denn gegessen und getrunken, hat sie geantwortet: „ein Männlein hat mir alle Tage eine Semmel und zu trinken gebracht.“ 
    
- //Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs SachsenBand 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 504; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_504.jpg&oldid=- |Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+ //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]][[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 504//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge rittersgrün pöhla berggeist gespenst irrwisch köhler semmel 1632 crottendorf Grubenlicht}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge rittersgrün pöhla berggeist gespenst irrwisch köhler semmel 1632 crottendorf Grubenlicht v2}} 
  
  
-[[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], 
sagen/graessesachsen566.1679584781.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)