sagen:graessesachsen550
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| - | Im Jahre 1633 hat bei [[geo: | + | Im Jahre 1633 hat bei Steinbach am [[zeit:fastnacht|Aschermittwoche]] ein Bauer einen Baum im Walde gefällt, und indem der Baum im Falle ist, haut er nach der Holzhacker Gebrauch ein Kreuz hinein. Sogleich kommt ein gejagtes Weiblein und bleibt an dem mit dem Kreuze gezeichneten Baume stehen, da es denn sitzen geblieben. Unterdessen füllt es dem Holzhacker seinen Korb mit Spähnen, er aber schüttet die Spähne wieder aus, und da von ohngefähr ein Spähnchen hängen geblieben, findet er, als er nach Hause kommt, an dessen Statt einen ganzen Thaler. Er geht alsobald wieder in den Wald, in der Hoffnung, solcher Thalerspähne viele aufzulesen, aber vergebens. Doch weil der Mann damals in kurzer Zeit zu Mitteln gekommen, hat man vermuthet, er müsse doch etwas gefunden haben. Von dieser Zeit an geht Niemand gern am Aschermittwoch daselbst in’s Holz, in der Meinung, der Teufel jage das Holzweibchen am Aschermittwoch((Viele glauben, die Holzweibchen seien aus den heidnischen Sorbenfrauen entstanden, die vor dem Christenthum in die Wälder geflohen, wenn sie dieselben aber wieder verlassen hätten, von den Christen verfolgt bei Stämmen, auf denen drei Kreuze eingehauen gewesen, Schutz gesucht und gefunden hätten. S. a. Simrock, Deutsche Myth. S. 198. Köhler, Voigtländ. Sagen S. 452. fgg.)). |
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sagen/graessesachsen550.1710798797.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
