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sagen:graessesachsen540

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-Im Jahre 1666 im September hat sich eine schreckliche Begebenheit in einer Bergstadt ereignet. Da ist ein gewisser G. S. gestorben, dessen Weib zuvor in der [[zeit:Fastenzeit]] gedachten Jahres auch des Todes erblichen. Da nun der Wittwer zur andern [[typ:hochzeit|Heirath]] schreiten wollte, kam immer ein [[typ:Gespenst]] in Gestalt seiner verstorbenen Frau und ängstigte ihn, daß er keine Ruhe haben konnte und daher seinem Gesinde gebot, sie sollten in der Stube schlafen und ihre Betten vor seine Schlafkammer schieben. +Im Jahre 1666 im September hat sich eine schreckliche Begebenheit in einer Bergstadt ereignet. Da ist ein gewisser G. S. gestorben, dessen Weib zuvor in der [[zeit:Fastenzeit]] gedachten Jahres auch des Todes erblichen. Da nun der Wittwer zur andern Heirath schreiten wollte, kam immer ein Gespenst in Gestalt seiner verstorbenen Frau und ängstigte ihn, daß er keine Ruhe haben konnte und daher seinem Gesinde gebot, sie sollten in der Stube schlafen und ihre Betten vor seine Schlafkammer schieben. 
  
-Am Donnerstage zuvor spricht das Gesinde: „Herr, wenn Ihr doch zuvor, ehe Ihr wieder Bräutigam seid, Eurer vorigen Frau einen Leichenstein legen ließet, vielleicht bliebe sie außen!“ Er bestellt am Freitag die [[typ:Maurer]] und läßt ihn legen und sagt: „nun habe ich meine Alte hier eingeschwert, sie wird nicht wiederkommen, der [[typ:Teufel]] müßte sie denn herausführen!“ Nimmt die Maurer mit sich nach Hause, ißt und trinkt mit ihnen, bestellt einen Boten, der morgens früh weglaufen soll, geht zu Bette und das Gesinde liegt vor der Kammerthür. Um [[zeit:Mitternacht]] kommt ein [[typ:Gespenst]] in die Stube, sucht erst in den Registern und blättert darin, darnach rauscht es über die Gesindebetten weg, kommt in die Kammer und erwürgt den Mann. Frühe kam der bestellte Bote und wartete zwei Stunden, das Gesinde hieß ihn anpochen, rufen und gar hinein gehen, da findet er ihn todt, und nachher hat sich dieses Gespenst ingleichen noch oft wieder sehen lassen. +Am Donnerstage zuvor spricht das Gesinde: „Herr, wenn Ihr doch zuvor, ehe Ihr wieder Bräutigam seid, Eurer vorigen Frau einen Leichenstein legen ließet, vielleicht bliebe sie außen!“ Er bestellt am Freitag die Maurer und läßt ihn legen und sagt: „nun habe ich meine Alte hier eingeschwert, sie wird nicht wiederkommen, der [[wesen:Teufel]] müßte sie denn herausführen!“ Nimmt die Maurer mit sich nach Hause, ißt und trinkt mit ihnen, bestellt einen Boten, der morgens früh weglaufen soll, geht zu Bette und das Gesinde liegt vor der Kammerthür. Um Mitternacht kommt ein Gespenst in die Stube, sucht erst in den Registern und blättert darin, darnach rauscht es über die Gesindebetten weg, kommt in die Kammer und erwürgt den Mann. Frühe kam der bestellte Bote und wartete zwei Stunden, das Gesinde hieß ihn anpochen, rufen und gar hinein gehen, da findet er ihn todt, und nachher hat sich dieses Gespenst ingleichen noch oft wieder sehen lassen. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 480; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_480.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 480//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge 1666 witwer gespenst fastenzeit maurer teufel tod erwürgen}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge 1666 witwer gespenst fastenzeit maurer teufel erwürgen v2}}
  
  
sagen/graessesachsen540.1679565338.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)