sagen:graessesachsen531
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| ====== Die Oswaldskirche bei Elterlein ====== | ====== Die Oswaldskirche bei Elterlein ====== | ||
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| Poetisch beh. v. Ziehnert. Bd. III. S. 91 sq | Poetisch beh. v. Ziehnert. Bd. III. S. 91 sq | ||
| - | Nicht weit von Waschleite bei [[geo: | + | Nicht weit von Waschleite bei [[geo: |
| - | Es soll nämlich um jene Zeit ein reicher Hammerherr, Namens Caspar Klinger, gelebt haben, den aber sein [[typ: | + | Es soll nämlich um jene Zeit ein reicher Hammerherr, Namens Caspar Klinger, gelebt haben, den aber sein Reichthum so übermüthig gemacht hatte, daß er keinem Gruße, selbst von Seiten solcher Personen, die mit ihm auf gleicher Stufe standen, zu danken sich herabließ. Dem begegnete einst ein eben so reicher Bergherr von Elterlein, Namens Wolf Götterer, und rief ihm ein freundliches Glückauf zu, allein Klinger hielt es abermals unter seiner Würde, dem Grüßenden zu danken, und so geschah es, daß Letzterer ihm darüber einige harte, beleidigende Worte sagte. So stolz nun der Hammerherr auch war, so rachsüchtig war er und er beschloß auf der Stelle, seinen Beleidiger für seine freimüthige Rede büßen zu lassen. Er theilte seinem Bruder seinen Plan mit, und nachdem sie eines Tages ausgekundschaftet, |
| - | Weit entfernt, ihr Verbrechen, dessen sie sich freuten, zu leugnen, stellen sie sich selbst dem [[typ: | + | Weit entfernt, ihr Verbrechen, dessen sie sich freuten, zu leugnen, stellen sie sich selbst dem Gerichte, welches sie zwar zum Scheine zum Tode verurtheilt, |
| - | Siehe da zog an demselben Morgen, wo die Geistlichkeit sich anschickte, das neuerbaute Gotteshaus zu weihen, ein furchtbares | + | Siehe da zog an demselben Morgen, wo die Geistlichkeit sich anschickte, das neuerbaute Gotteshaus zu weihen, ein furchtbares Gewitter über das Thal herein, und sei es Vorgefühl dessen was kommen sollte, man zögerte, die Procession zu beginnen, selbst der Glöckner weigerte sich, die Glocke ertönen zu lassen, bevor nicht das Unwetter vorüber sei. Da ward Klinger ungeduldig und schwur und vermaß sich hoch und theuer, nichts solle ihn abhalten, das einmal angefangene Geschäft zu unterbrechen, |
| - | Die Umwohner aber erzählen sich, um [[zeit:Mitternacht]] gehe sein Geist [[typ:ruhelos]] dort umher und grüße den zufällig dorthin verirrten und bei seinem Anblick ängstlich davon fliehenden | + | Die Umwohner aber erzählen sich, um Mitternacht gehe sein Geist ruhelos dort umher und grüße den zufällig dorthin verirrten und bei seinem Anblick ängstlich davon fliehenden Wanderer, und sein Herumirren müsse so lange dauern, bis ihm Jemand danke. Seinen Bruder hatte die Strafe Gottes schon vorher ereilt, denn noch ehe das Gericht sein Urtheil gesprochen, war er vom Pferde gestürzt und hatte den Hals gebrochen. |
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sagen/graessesachsen531.1679328727.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
