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sagen:graessesachsen529

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 ====== Der reiche Fund oder die Kutte bei Elterlein ====== ====== Der reiche Fund oder die Kutte bei Elterlein ======
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     Poetisch beh. b. Segnitz Bd. I. S. 107 sq.     Poetisch beh. b. Segnitz Bd. I. S. 107 sq.
  
-Die Stadt [[geo:Elterlein]], welche vor ihrer [[typ:Zerstörung]] durch die [[volk:Hussiten]] im Jahre 1429 Quedlinburg am Walde geheißen haben soll, empfing ihren jetzigen Namen angeblich von einer Kapelle am Ausgang des sächsisch-böhmischen großen Waldes, in welcher täglich ein Pater aus dem Zisterzienser-Kloster zu [[geo:Grünhain]] eine Dankmesse für die Reisenden wegen glücklicher Zurücklegung des gefährlichen Weges durch den Wald am dortigen [[typ:altar|Altärlein]] lesen mußte, indem man nach und nach aus dem Worte „Altärlein“ Elterlein machte. +Die Stadt [[geo:Elterlein]], welche vor ihrer Zerstörung durch die [[volk:Hussiten]] im Jahre 1429 Quedlinburg am Walde geheißen haben soll, empfing ihren jetzigen Namen angeblich von einer Kapelle am Ausgang des sächsisch-böhmischen großen Waldes, in welcher täglich ein Pater aus dem Zisterzienser-Kloster zu [[geo:Grünhain]] eine Dankmesse für die Reisenden wegen glücklicher Zurücklegung des gefährlichen Weges durch den Wald am dortigen Altärlein lesen mußte, indem man nach und nach aus dem Worte „Altärlein“ Elterlein machte. 
  
-Einst empfand ein Grünhainer [[typ:Pater]] auf dem Wege zur [[typ:Kapelle]], wo er seines Amtes warten wollte, große Hitze, und setzte sich im Walde nieder, um zu verkühlen und auszuruhen, aber im Niedersetzen berührte ihn etwas von hinten so unsanft, daß er vor [[typ:schmerzen|Schmerz]] laut aufschrie. Er untersuchte den Boden und fand – einen starken Zacken gewachsenen [[typ:silber|Silbers]], der drei [[lex:Zoll]] lang aus der Erde hervorstand. Um die Stelle sicher zu bezeichnen, zog er seine [[typ:Kutte]] aus und legte sie darüber, dann eilte er im vollen Lauf nach Grünhain zurück und erzählte seinen freudigen Fund dem [[typ:abt|Abte]]. Bald darauf ward an der mit der Kutte bezeichneten Stelle ein regelmäßiges [[typ:Bergwerk]] angelegt, welches lange Zeit gute Ausbeute gab und noch jetzt die Kutte heißt. +Einst empfand ein Grünhainer Pater auf dem Wege zur Kapelle, wo er seines Amtes warten wollte, große Hitze, und setzte sich im Walde nieder, um zu verkühlen und auszuruhen, aber im Niedersetzen berührte ihn etwas von hinten so unsanft, daß er vor Schmerz laut aufschrie. Er untersuchte den Boden und fand – einen starken Zacken gewachsenen Silbers, der drei [[lex:Zoll]] lang aus der Erde hervorstand. Um die Stelle sicher zu bezeichnen, zog er seine Kutte aus und legte sie darüber, dann eilte er im vollen Lauf nach Grünhain zurück und erzählte seinen freudigen Fund dem Abte. Bald darauf ward an der mit der Kutte bezeichneten Stelle ein regelmäßiges Bergwerk angelegt, welches lange Zeit gute Ausbeute gab und noch jetzt die Kutte heißt. 
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 472; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_472.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 472//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge 1429 elterlein hussiten zerstörung Zisterzienser pater gottesdienst altar name ursprung silber zoll abt kutte bergwerk bergbau}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 erzgebirge 1429 elterlein hussiten zerstörung Zisterzienser pater gottesdienst altar name ursprung silber zoll abt kutte bergwerk bergbau v2}}
  
  
  
sagen/graessesachsen529.1679327115.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)