sagen:graessesachsen518
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| ====== Die lange Schicht zu Ehrenfriedersdorf ====== | ====== Die lange Schicht zu Ehrenfriedersdorf ====== | ||
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| ((Ist der schwedischen Sage von dem Brautpaare von Falun (b. Lyser, Abendl. 1001 Nacht, Bd. XIV. S. 86 sq.) sehr ähnlich.)) | ((Ist der schwedischen Sage von dem Brautpaare von Falun (b. Lyser, Abendl. 1001 Nacht, Bd. XIV. S. 86 sq.) sehr ähnlich.)) | ||
| - | Einst lebte in der uralten sächsischen Bergstadt [[geo: | + | Einst lebte in der uralten sächsischen Bergstadt [[geo: |
| - | Nun sollte er im tiefen Stolln, Gutes Glück, im Sauberge anfahren, um einen Durchschlag (Durchbruch in einen andern alten Stolln) zu machen, welches wegen des entgegenstehenden Wassers unter die gefährlichsten Arbeiten des Bergbaues gehört. Er und diejenigen seiner Kameraden, welche die Reihe hierzu traf, traten nun, nachdem sie zuvor mit ihrem [[typ:Steiger]] an der Spitze gebeichtet und das h. Abendmahl genommen, am Tage [[zeit: | + | Nun sollte er im tiefen Stolln, Gutes Glück, im Sauberge anfahren, um einen Durchschlag (Durchbruch in einen andern alten Stolln) zu machen, welches wegen des entgegenstehenden Wassers unter die gefährlichsten Arbeiten des Bergbaues gehört. Er und diejenigen seiner Kameraden, welche die Reihe hierzu traf, traten nun, nachdem sie zuvor mit ihrem Steiger an der Spitze gebeichtet und das h. Abendmahl genommen, am Tage [[zeit: |
| - | Als sie an dem gefährlichen Punkte angekommen waren, ward die Arbeit sofort in rolliger, sehr gebrechlicher (d. h. weicher, nicht zusammenhängender, | + | Als sie an dem gefährlichen Punkte angekommen waren, ward die Arbeit sofort in rolliger, sehr gebrechlicher (d. h. weicher, nicht zusammenhängender, |
| - | Als nun aber die Braut des armen Bergmanns die furchtbare Kunde vernahm, sank sie zuerst in eine tiefe Ohnmacht, aus der sie nur wieder erwachte, um in eine tödtliche | + | Als nun aber die Braut des armen Bergmanns die furchtbare Kunde vernahm, sank sie zuerst in eine tiefe Ohnmacht, aus der sie nur wieder erwachte, um in eine tödtliche Krankheit zu verfallen. Zwar besiegte ihre Jugendkraft dieselbe und sie ward dem Leben erhalten, allein als sie nach ihrer Genesung zum ersten Male wieder das Gotteshaus betrat, da brachte sie am Altar der hochheiligen Mutter des Herrn das Gelübde ihrem Oswald treu zu bleiben und ihr Leben lang nur als Jungfrau zu leben und zu sterben; dann hing sie ihren Brautkranz mit eigner Hand unter den übrigen Todtenkränzen in der Kirche auf und lebte nun in tiefster Stille den Segen der Armen verdienend. |
| So gingen denn seit jenem Unglückstage viele Jahre dahin und zuletzt waren nur noch die jungfräuliche Braut, sowie drei Bergleute, Balthasar Thomas Kendler, Andreas Reiter der ältere, beide in [[geo: | So gingen denn seit jenem Unglückstage viele Jahre dahin und zuletzt waren nur noch die jungfräuliche Braut, sowie drei Bergleute, Balthasar Thomas Kendler, Andreas Reiter der ältere, beide in [[geo: | ||
| - | Diese Begebenheit wurde sogleich dem damaligen | + | Diese Begebenheit wurde sogleich dem damaligen Bergmeister, |
| - | Dieses Wiederfinden geschah am 20. Sept. 1568, so daß der Verschüttete 60 Jahre 9 Wochen und 3 Tage in der Erde gelegen hatte, als man ihn wiederfand, worauf er am 26. desselbigen Monats mit einem feierlichen Leichenbegängniß wieder zur Erde bestattet wurde, welche ihn schon so lange umschlossen gehabt hatte. Es war ein Begräbniß, | + | Dieses Wiederfinden geschah am 20. Sept. 1568, so daß der Verschüttete 60 Jahre 9 Wochen und 3 Tage in der Erde gelegen hatte, als man ihn wiederfand, worauf er am 26. desselbigen Monats mit einem feierlichen Leichenbegängniß wieder zur Erde bestattet wurde, welche ihn schon so lange umschlossen gehabt hatte. Es war ein Begräbniß, |
| - | In der Gedächtnißpredigt, | + | In der Gedächtnißpredigt, |
| Noch heute heißt aber die Hauptzusammenkunft der Bergknappschaft zu Ehrenfriedersdorf am Montag nach [[zeit: | Noch heute heißt aber die Hauptzusammenkunft der Bergknappschaft zu Ehrenfriedersdorf am Montag nach [[zeit: | ||
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