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sagen:graessesachsen480

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-[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]] |  +**[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]]** |  
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-====== Das verschworene Bergwerk zu Schneeberg (Grässe) ======+====== Das verschworene Bergwerk zu Schneeberg ======
  
     Meltzer a. a. O. S. 923 sq.     Meltzer a. a. O. S. 923 sq.
  
-Als im Jahre 1478 in dem Mühlberg etliche Fundgruben aufgenommen, ein Stollen darin getrieben und sehr reiches [[typ:Erz]] darin getroffen ward, da fuhren die Herren Römer, vermuthlich jener Sebastian, der früher Romner geheißen, und sein Haufe zu und wollten Alles allein haben, nannten es auch die Römerzeche. Nachdem nun aber in dieser [[typ:Zeche]] damals ein [[lex:Kux]] an die 1200–1400 [[typ:Gulden]] gegolten hatte, so geschah es, daß, als der Lehnträger Römer fälschlich geschworen, daß dieser Gang sein sei, das [[typ:Erz]] auf dieser Zeche im Anbruch zu Kohlen ward und sowohl hier als auf 10–12 andern Zechen dieses Berges nichts mehr erbrochen ward. +Als im Jahre 1478 in dem Mühlberg etliche Fundgruben aufgenommen, ein Stollen darin getrieben und sehr reiches Erz darin getroffen ward, da fuhren die Herren Römer, vermuthlich jener Sebastian, der früher Romner geheißen, und sein Haufe zu und wollten Alles allein haben, nannten es auch die Römerzeche. Nachdem nun aber in dieser Zeche damals ein [[lex:Kux]] an die 1200–1400 Gulden gegolten hatte, so geschah es, daß, als der Lehnträger Römer fälschlich geschworen, daß dieser Gang sein sei, das Erz auf dieser Zeche im Anbruch zu Kohlen ward und sowohl hier als auf 10–12 andern Zechen dieses Berges nichts mehr erbrochen ward. 
  
-Gleich beim [[typ:Schwur]] aber im Obergericht zu [[geo:Zwickau]] ist das Gewölbe von selbst aufgerissen worden und hat das Glöcklein, womit man sonst die Diener hereinzurufen pflegt, von selbst geklungen. Daher ist das Sprichwort gekommen, welches [[vip:georgderbaertige|Herzog Georg]] von diesem Berge zu sagen pflegte: „der Klößberg ein tauber Berg, der Mühlberg ein verschworner Berg, sehet mir auf den Schickenberg“.+Gleich beim Schwur aber im Obergericht zu [[geo:Zwickau]] ist das Gewölbe von selbst aufgerissen worden und hat das Glöcklein, womit man sonst die Diener hereinzurufen pflegt, von selbst geklungen. Daher ist das Sprichwort gekommen, welches [[vip:georgderbaertige|Herzog Georg]] von diesem Berge zu sagen pflegte: „der Klößberg ein tauber Berg, der Mühlberg ein verschworner Berg, sehet mir auf den Schickenberg“.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 416; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_416.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 416//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 bergbau erzgebirge schneeberg 1478 gulden zeche kux erz georgderbärtige schwur geiz kohle gericht zwickau sprichwort}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 bergbau erzgebirge schneeberg 1478 gulden zeche kux erz georgderbärtige schwur geiz kohle gericht zwickau sprichwort v2}}
  
  
sagen/graessesachsen480.1688974598.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)