sagen:graessesachsen465
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| + | ====== Die tapfere Gastwirthin zu Quesitz ====== | ||
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| + | Was unter Umständen eine Frau zu leisten vermag, dafür spricht das Beispiel der Wirthin von [[geo: | ||
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| + | Dieses Unglück aber passirte dem Herzogl. Sachsen-Weißenfelsischen Reiter Stephan Pietzsch. Dieser befand sich im Geleit seines Herrn, der nach Dresden reisen wollte und auf dem Rittergute zu Quesitz, das damals Hansen von Dieskau gehörte, einkehrte, weil an dem Wagen eine Achse gebrochen war. Die herzogl. Reiter wurden im Gasthofe einquartiert und mit ihnen auch Pietzsch, welcher durch die von der Wirthin bewiesene aufopfernde Gastfreundschaft so übermüthig wurde, daß er gegen die Hausfrau mit Schnurrpfeifereien vorzugehen begann, welche auf deren Antlitz einen bedenklichen Ernst hervorriefen. | ||
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| + | Als aber beim Haferfassen der Reiter abermals einen Schalksstreich wagte, brannten auf seinen bärtigen Wangen zwei Backpfeifen, | ||
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| + | Auf Pietzschens Geschrei eilten nun noch andere herzogliche Reiter herbei, um ihrem gemißhandelten Kameraden beizustehen, | ||
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| + | Es blieb zuletzt nichts weiter übrig, als dem Rathe des Schulmeisters, | ||
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| + | Bei dem Streit waren dreißig Menschen verwundet worden, von denen später 2 starben. Pietzsch, welcher eigentlich durch seinen falsch angebrachten Humor zu dem ganzen Unglück Veranlassung gegeben hatte, mußte nach Heilung seiner Wunden acht Tage bei Wasser und Brod im Gefängniß stecken, die kühne Frau aber blieb durch Fürsprache des von solchem Muthe überraschten Herzogs straffrei. In Quesitz galt noch lange nach der Wirthin Tode das Sprichwort: „Er wird gehätschelt wie Pietzsch am Haferkasten!“ | ||
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