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sagen:graessesachsen460

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 In der Nähe des Städtchens [[geo:Taucha]] bei [[geo:Leipzig]] bei dem Dorfe Dewitz befindet sich ein ziemlich niedriger, mit Birken bepflanzter Berg, den man den Gewinneberg nennt und der wahrscheinlich seinen Namen von dem früher auf ihm stehenden, aber von den Hussiten (1430) zerstörten Schlosse Wyn führen mag. Allerdings erzählt man, derselbe sei von einem Ritter von Plößigk so genannt worden, der mit seinem Bruder in Feindschaft gelebt und denselben auf diesem Berge besiegt habe, allein dies ist ebenso wenig wahrscheinlich, als daß derselbe seinen Namen seit dem bekannten [[zeit:saechsischerbruderkrieg|Kriege]] der beiden sächsischen Fürstenbrüder [[vip:friedrichiisachsen|Friedrich]] und [[vip:wilhelmiiisachsen|Wilhelm]] führe, wo jene Begebenheit, daß ein geübter Büchsenschütz den Letztern habe treffen wollen, von Friedrich aber abgehalten worden sei mit den Worten, „schieß wen Du willst, nur meinen Bruder nicht,“ sich hier zugetragen habe.  In der Nähe des Städtchens [[geo:Taucha]] bei [[geo:Leipzig]] bei dem Dorfe Dewitz befindet sich ein ziemlich niedriger, mit Birken bepflanzter Berg, den man den Gewinneberg nennt und der wahrscheinlich seinen Namen von dem früher auf ihm stehenden, aber von den Hussiten (1430) zerstörten Schlosse Wyn führen mag. Allerdings erzählt man, derselbe sei von einem Ritter von Plößigk so genannt worden, der mit seinem Bruder in Feindschaft gelebt und denselben auf diesem Berge besiegt habe, allein dies ist ebenso wenig wahrscheinlich, als daß derselbe seinen Namen seit dem bekannten [[zeit:saechsischerbruderkrieg|Kriege]] der beiden sächsischen Fürstenbrüder [[vip:friedrichiisachsen|Friedrich]] und [[vip:wilhelmiiisachsen|Wilhelm]] führe, wo jene Begebenheit, daß ein geübter Büchsenschütz den Letztern habe treffen wollen, von Friedrich aber abgehalten worden sei mit den Worten, „schieß wen Du willst, nur meinen Bruder nicht,“ sich hier zugetragen habe. 
  
-Wie dem auch sein mag, das Volk erzählt sich, daß auf diesem Berge ein großer Schatz verborgen liege, der nur alle 100 Jahre zu heben sei und an dem bestimmten Tage sich durch ein hellloderndes Feuer, welches von dem Platze, wo er ruhe, weithin wahrgenommen werden könne, kund thue, bei demselben wache aber ein Geist, der auf folgende Art an ihn gebannt sey. Es hat einmal zu [[geo:Taucha]] ein armer Tagelöhner gelebt, der zwar nur wenig verdienen konnte, allein mit dem, was ihm Gott beschieden, zufrieden war. Zu diesem ist eines Nachts ein Gespenst an’s Lager getreten und hat ihn aufgefordert ihm zu folgen, er wolle ihn zu großem Reichthum verhelfen. +Wie dem auch sein mag, das Volk erzählt sich, daß auf diesem Berge ein großer Schatz verborgen liege, der nur alle 100 Jahre zu heben sei und an dem bestimmten Tage sich durch ein hellloderndes Feuer, welches von dem Platze, wo er ruhe, weithin wahrgenommen werden könne, kund thue, bei demselben wache aber ein Geist, der auf folgende Art an ihn gebannt sey. Es hat einmal zu Taucha ein armer Tagelöhner gelebt, der zwar nur wenig verdienen konnte, allein mit dem, was ihm Gott beschieden, zufrieden war. Zu diesem ist eines Nachts ein Gespenst an’s Lager getreten und hat ihn aufgefordert ihm zu folgen, er wolle ihn zu großem Reichthum verhelfen. 
  
 Er ist also aufgestanden und hinter dem Geiste durch die menschenleeren Gassen der Stadt hergewandelt, bis sie auf dem Gipfel des Gewinneberges ankamen. Dort hat ihm der Geist ein helles Feuer gezeigt, welches aus einer Grube aufschlug und gesagt, er solle nur keck darauf losgehen, das Feuer werde ihm nichts anhaben, und solle den Kessel mit dem Schatze aus der Erde herausheben und getrost nach Hause tragen, sich aber hüten etwas daraus zu verschütten, weil sonst der Kessel zerspringen und sein ganzer Inhalt verloren sein werde.  Er ist also aufgestanden und hinter dem Geiste durch die menschenleeren Gassen der Stadt hergewandelt, bis sie auf dem Gipfel des Gewinneberges ankamen. Dort hat ihm der Geist ein helles Feuer gezeigt, welches aus einer Grube aufschlug und gesagt, er solle nur keck darauf losgehen, das Feuer werde ihm nichts anhaben, und solle den Kessel mit dem Schatze aus der Erde herausheben und getrost nach Hause tragen, sich aber hüten etwas daraus zu verschütten, weil sonst der Kessel zerspringen und sein ganzer Inhalt verloren sein werde. 
sagen/graessesachsen460.1711301512.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)