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sagen:graessesachsen386

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sagen:graessesachsen386 [2024/03/25 19:42] ewuschsagen:graessesachsen386 [2025/01/30 17:51] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
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 Am nächsten Tage ward jedoch auf dem Gerichtsamt angezeigt, daß an demselben Abend ein alter Mann aus Bottelsdorf sich in Rochsburg von einem Bäcker einen Sack voll Bretzeln geholt hatte, um dieselben auf den nahe gelegenen Dörfern herumzutragen und zu verkaufen. Als derselbe an die Stelle kam, wo sonst der brennende [[wesen:spukmönch|Mönch]] zu erscheinen pflegt, erhob sich plötzlich ein furchtbarer Sturmwind und jener erblickte vor sich eine Anzahl Pferde, auf deren eins er nebst seinem Sack durch eine unsichtbare Gewalt geschwungen ward.  Am nächsten Tage ward jedoch auf dem Gerichtsamt angezeigt, daß an demselben Abend ein alter Mann aus Bottelsdorf sich in Rochsburg von einem Bäcker einen Sack voll Bretzeln geholt hatte, um dieselben auf den nahe gelegenen Dörfern herumzutragen und zu verkaufen. Als derselbe an die Stelle kam, wo sonst der brennende [[wesen:spukmönch|Mönch]] zu erscheinen pflegt, erhob sich plötzlich ein furchtbarer Sturmwind und jener erblickte vor sich eine Anzahl Pferde, auf deren eins er nebst seinem Sack durch eine unsichtbare Gewalt geschwungen ward. 
  
-Darauf flog besagtes Pferd mit ihm in die Luft und drehte sich in einem Wirbel herum, sodaß er vor Angst nicht wußte, was er mit seinem Bretzelsack anfangen sollte. Er sah schon das gräfliche Schloß und die umliegenden Dorfschaften unter sich liegen, nachdem er aber ganz verzweifelt zu Gott gebeten, er möchte ihm doch in seiner Noth zu Hilfe kommen, ward er, als gerade die [[typ:Glocke]] eilf schlug durch eben diese geheimnißvolle Kraft wieder an diejenige Stelle, wo ihn das Pferd aufgenommen hatte, zurückversetzt, und nun gelang es ihm seine Behausung zu erreichen, er verfiel aber sofort in eine schwere Krankheit. +Darauf flog besagtes Pferd mit ihm in die Luft und drehte sich in einem Wirbel herum, sodaß er vor Angst nicht wußte, was er mit seinem Bretzelsack anfangen sollte. Er sah schon das gräfliche Schloß und die umliegenden Dorfschaften unter sich liegen, nachdem er aber ganz verzweifelt zu Gott gebeten, er möchte ihm doch in seiner Noth zu Hilfe kommen, ward er, als gerade die Glocke eilf schlug durch eben diese geheimnißvolle Kraft wieder an diejenige Stelle, wo ihn das Pferd aufgenommen hatte, zurückversetzt, und nun gelang es ihm seine Behausung zu erreichen, er verfiel aber sofort in eine schwere Krankheit. 
  
 //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 313// //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 313//
sagen/graessesachsen386.1711392138.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)