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sagen:graessesachsen370

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 ====== Die treue Frau zu Kriebstein ====== ====== Die treue Frau zu Kriebstein ======
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     Poet. beh. v. Ziehnert. Bd. I. S. 37 sq.     Poet. beh. v. Ziehnert. Bd. I. S. 37 sq.
  
-Es hatte das in einer reizenden Gegend des Zschopauthals gelegene [[burg:burgkriebstein|Schloß Kriebstein]] ein reicher Edelmann Dietrich Bärwald oder von Bernwalde (von 1382–1407) erbaut und sich darin befestigt, allein nachmals hat ihn ein anderer Edelmann aus dem Geschlechte der Staupitze (von Reichenstein) am Fastnachtstage des Jahres 1415 überfallen und den Platz widerrechtlich behalten. +Es hatte das in einer reizenden Gegend des Zschopauthals gelegene [[burg:burgkriebstein|Schloß Kriebstein]] ein reicher Edelmann Dietrich Bärwald oder von Bernwalde (von 1382–1407) erbaut und sich darin befestigt, allein nachmals hat ihn ein anderer Edelmann aus dem Geschlechte der Staupitze (von Reichenstein) am [[zeit:fastnacht|Fastnachtstage]] des Jahres 1415 überfallen und den Platz widerrechtlich behalten. 
  
 Darnach hat [[vip:friedrichderstreitbare|Markgraf Friedrich der Streitbare]] die Freibergischen Bürger aufgeboten und das Schloß umlagert und mit Gewalt zur Uebergabe gezwungen. Da hat des genannten Staupitzens Ehefrau, weil ihr der Fürst vergönnt hatte abzuziehen und mitzunehmen, was ihr am Liebsten sei und sie tragen könne, alle ihr Geschmeide und Schmuck im Stiche gelassen und nichts als ihren Eheherrn aus dem Schlosse getragen, dadurch sie auch den Markgrafen bewegte, daß er demselben ungeachtet des Urtheils, so schon über ihn ergangen, Gnade erwies und das Leben schenkte. Darnach hat [[vip:friedrichderstreitbare|Markgraf Friedrich der Streitbare]] die Freibergischen Bürger aufgeboten und das Schloß umlagert und mit Gewalt zur Uebergabe gezwungen. Da hat des genannten Staupitzens Ehefrau, weil ihr der Fürst vergönnt hatte abzuziehen und mitzunehmen, was ihr am Liebsten sei und sie tragen könne, alle ihr Geschmeide und Schmuck im Stiche gelassen und nichts als ihren Eheherrn aus dem Schlosse getragen, dadurch sie auch den Markgrafen bewegte, daß er demselben ungeachtet des Urtheils, so schon über ihn ergangen, Gnade erwies und das Leben schenkte.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 313; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_323.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 313//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 1415 friedrichderstreitbare belagerung burgkriebstein treu vonreichenstein gnade}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 1415 friedrichderstreitbare zschopaufluss belagerung burgkriebstein treu tragen rettung vonreichenstein gnade schmuck gnade v2}}
  
  
sagen/graessesachsen370.1679082249.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)