sagen:graessesachsen347
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| ====== Der gespenstige Leichenzug zu Leisnig ====== | ====== Der gespenstige Leichenzug zu Leisnig ====== | ||
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| Kamprad S. 475 sq. | Kamprad S. 475 sq. | ||
| - | Am 26. Juni des Jahres 1685 Abends zwischen 9-10 Uhr hat man zu [[geo: | + | Am 26. Juni des Jahres 1685 Abends zwischen 9-10 Uhr hat man zu [[geo: |
| - | Anfangs hat dies nur eine Person gesehen, dann aber noch vier, Andere haben vor großem Schreck nicht mehr hinsehen wollen, ihrer zwei gehen aber auf die Höhe gegenüber, auf die sogenannte kleine Viehweide, um Solches besser zu beschauen und sehen sodann, daß hinter den 6 Männern noch viele Personen mit langen Haaren am Haupte, sonst aber in Gestalt der [[typ: | + | Anfangs hat dies nur eine Person gesehen, dann aber noch vier, Andere haben vor großem Schreck nicht mehr hinsehen wollen, ihrer zwei gehen aber auf die Höhe gegenüber, auf die sogenannte kleine Viehweide, um Solches besser zu beschauen und sehen sodann, daß hinter den 6 Männern noch viele Personen mit langen Haaren am Haupte, sonst aber in Gestalt der Todtengerippe, |
| - | Dies Alles ist so schauerlich anzusehen gewesen, daß einer und der andere, wenn sie daran gedacht, sich vor Furcht geschüttelt und fast krank worden sind. Endlich haben sich zwei Brüder auf die Höhe an dem Stadtgraben wagen wollen, wo das Gesicht stand und es näher sehen wollen. Von diesen ist einer gefährlich gefallen, hat aber doch auf seinem Vorsatz bestanden und ist fortgeeilt. Da haben die andern aus den Häusern sehenden Leute gemerkt, wie der weißgekleidete Mann nach dem [[typ:tor|Oberthore]] zu mit den andern Trägern, Leichenbegleitern und dem Sarge gegangen und, nachdem sie noch etwa ¾ Stunden zu sehen gewesen, verschwunden ist, und haben die auf die Höhe Gestiegenen nichts mehr gesehen. | + | Dies Alles ist so schauerlich anzusehen gewesen, daß einer und der andere, wenn sie daran gedacht, sich vor Furcht geschüttelt und fast krank worden sind. Endlich haben sich zwei Brüder auf die Höhe an dem Stadtgraben wagen wollen, wo das Gesicht stand und es näher sehen wollen. Von diesen ist einer gefährlich gefallen, hat aber doch auf seinem Vorsatz bestanden und ist fortgeeilt. Da haben die andern aus den Häusern sehenden Leute gemerkt, wie der weißgekleidete Mann nach dem Oberthore zu mit den andern Trägern, Leichenbegleitern und dem Sarge gegangen und, nachdem sie noch etwa ¾ Stunden zu sehen gewesen, verschwunden ist, und haben die auf die Höhe Gestiegenen nichts mehr gesehen. |
| - | Es haben aber die gedachten Personen den 29. Juni Alles vor dem Rathe und Superintendenten J. Nicol. Jacobi ausgesagt und mit einem Eide bestärkt und Letzterer hat am Tage Mariä Heimsuchung über die Worte Ezech. IX. v. 1–7 eine besondere | + | Es haben aber die gedachten Personen den 29. Juni Alles vor dem Rathe und Superintendenten J. Nicol. Jacobi ausgesagt und mit einem Eide bestärkt und Letzterer hat am Tage Mariä Heimsuchung über die Worte Ezech. IX. v. 1–7 eine besondere Predigt gehalten, die er auch unter dem Titel: „die Heimsuchung der Stadt Gottes etc. dem mit einem Warnungsgesichte heimgesuchten Leisnig“ drucken ließ. |
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sagen/graessesachsen347.1679080628.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
