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sagen:graessesachsen341

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sagen:graessesachsen341 [2024/03/25 09:39] ewuschsagen:graessesachsen341 [2025/01/30 17:51] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
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 Als drittes Wahrzeichen zeigte man an einem Scheunthore vor dem Oberthore zu [[geo:Leisnig]] sechs Männer in Stein gehauen, welche mit ihren Leibern und Gesichtern in einem Kreise also auf der bloßen Erde liegen, daß sie sich mit den Füßen alle einander berühren, während in der Mitte ein Raum mit Charakteren bezeichnet ist. Dazu hat folgende Begebenheit Anlaß gegeben.  Als drittes Wahrzeichen zeigte man an einem Scheunthore vor dem Oberthore zu [[geo:Leisnig]] sechs Männer in Stein gehauen, welche mit ihren Leibern und Gesichtern in einem Kreise also auf der bloßen Erde liegen, daß sie sich mit den Füßen alle einander berühren, während in der Mitte ein Raum mit Charakteren bezeichnet ist. Dazu hat folgende Begebenheit Anlaß gegeben. 
  
-Ein Bürger aus [[geo:Leisnig]], Namens Johann Richter, ein [[typ:schmied|Kupferschmied]], gerieth, als er im [[zeit:17jhd|17. Jahrhundert]] auf der Wanderschaft ist, zu [[geo:Prag]] in [[region:Böhmen]] unter eine böse Gesellschaft, welche, um Teufelskünste zu lernen, sich auf einen Kreuzweg begaben und sich nach oben beschriebener Figur mit ihren Leibern und Gesichtern auf die Erde legten und das Verlangte erwarteten. +Ein Bürger aus [[geo:Leisnig]], Namens Johann Richter, ein Kupferschmied, gerieth, als er im [[zeit:17jhd|17. Jahrhundert]] auf der Wanderschaft ist, zu [[geo:Prag]] in [[region:Böhmen]] unter eine böse Gesellschaft, welche, um Teufelskünste zu lernen, sich auf einen Kreuzweg begaben und sich nach oben beschriebener Figur mit ihren Leibern und Gesichtern auf die Erde legten und das Verlangte erwarteten. 
  
 Dieser Johann Richter willigt aber nicht ein, sondern geht davon. Nach der Zeit erfährt er, daß diese Gesellen allerlei Künste an den Tag gaben, und was Andern nicht möglich gewesen, ist bei ihnen möglich geworden; er hat aber weiter auch in Erfahrung gebracht, daß einer nach dem andern schändlich ums Leben gekommen und nach anderthalb Jahren keiner von ihnen allen mehr am Leben war. Darum hat er Gott vielmals gedankt, daß er ihn von dieser Gesellschaft geholfen, und diese böse Geschichte zum Gedächtniß in Stein hauen lassen. Dieser Johann Richter willigt aber nicht ein, sondern geht davon. Nach der Zeit erfährt er, daß diese Gesellen allerlei Künste an den Tag gaben, und was Andern nicht möglich gewesen, ist bei ihnen möglich geworden; er hat aber weiter auch in Erfahrung gebracht, daß einer nach dem andern schändlich ums Leben gekommen und nach anderthalb Jahren keiner von ihnen allen mehr am Leben war. Darum hat er Gott vielmals gedankt, daß er ihn von dieser Gesellschaft geholfen, und diese böse Geschichte zum Gedächtniß in Stein hauen lassen.
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