sagen:graessesachsen338
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| + | ====== Der Hahnberg und der Hahnborn zu Leisnig ====== | ||
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| + | Kamprad S. 38. sq. | ||
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| + | Dem Schloßberge zu [[geo: | ||
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| + | Es ist einmal in der Stadt Leisnig ein großes Sterben gewesen, also daß nicht mehr als vier Paar Eheleute zusammengeblieben sind. Nun ist kurz nachher ein Hauptmann vom Lande in die Stadt gezogen, und zwar in ein Haus am Baderthore. Dieser hatte eine einzige Tochter, welche täglich von der Stadtmauer auf der Neusorge aus einen wohlgebildeten und geschickt gebauten Jüngling gehen sah, in den sie sich so verliebte, daß sie ihn zu heirathen Verlangen trug. | ||
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| + | Nun ruft sie ihm einmal von der Stadtmauer herab zu und fragt, ob er nicht eine Leiter bekommen könne, daß sie auf dieser herabsteigen und mit ihm reden könne. Dieser Jüngling, mit Namen Martin Hahn, der nur Tagearbeit verrichtete, | ||
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| + | Er thut es auch, allein der Oberpfarrer meinte gerade wie der Jüngling, es werde ihr Vater dies nicht bewilligen, erbietet sich aber, selbst zu demselben zu gehen und es ihm beizubringen, | ||
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| + | Wie das die Tochter erfährt, giebt sie dem Jüngling einen [[lex: | ||
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| + | Darauf bekommt der Hauptmann den allergnädigsten Befehl, bei Leib- und Lebensstrafe sich nicht an seiner Tochter zu vergreifen, es sei vor Gott ein Mensch so gut als der andere, er solle solches für Gottes Schickung halten, da ohnedem bei dieser Zeit das Heirathen ganz vergessen und wenige Eheleute vorhanden wären. Zugleich bekömmt der Oberpfarrer auch ein allergnädigstes Rescript, dieses verlobte Paar in die Kirche vor dem Altar stellen zu lassen und über sie den Segen zu sprechen. | ||
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| + | Welches denn nachmals eine gesegnete Ehe worden, der Hauptmann ihnen auch allen Vorschub gethan und zufrieden gewesen. Von dieser Geschichte hat jener Brunnen den Namen der Hahnborn und der Berg den des Hahnberges erhalten. | ||
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sagen/graessesachsen338.1678190774.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
