sagen:graessesachsen321
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| - | Nicht allzulange nach seinem Tode ist ein gewisser Haubold | + | Nicht allzulange nach seinem Tode ist ein gewisser Haubold von Einsiedel, dessen Figur noch heute in der Schloßkirche in Stein gehauen zu sehen ist, nach der Sitte jener Zeit nach [[land: |
| - | Kaum hatte er sich genannt, als derselbe sich forschend nach verschiedenen seine Familie betreffenden Einzelnheiten erkundigte, und als jener diese Fragen so beantwortete, | + | Kaum hatte er sich genannt, als derselbe sich forschend nach verschiedenen seine Familie betreffenden Einzelnheiten erkundigte, und als jener diese Fragen so beantwortete, |
| - | Jener Conrad | + | Jener Conrad von Einsiedel nahm nun eine genaue Abschrift obiger Mittheilung und hatte nach seiner Zurückkunft nichts Eiligeres zu thun, als an verschiedenen Stellen der Burg Nachgrabungen anzustellen, |
| - | Da ist in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ein Besitzer von Gnandstein aus dem Einsiedelschen Geschlechte auf den Gedanken gekommen, aus einem großen, im ersten Stocke des Schlosses gelegenen und in den obenerwähnten Thurm gehenden Zimmer zwei kleinere zu machen. Er läßt also die nöthigen | + | Da ist in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ein Besitzer von Gnandstein aus dem Einsiedelschen Geschlechte auf den Gedanken gekommen, aus einem großen, im ersten Stocke des Schlosses gelegenen und in den obenerwähnten Thurm gehenden Zimmer zwei kleinere zu machen. Er läßt also die nöthigen Maurer kommen, und uneingedenk jener alten Prophezeiung bleibt er nicht dabei, als dieselben in die dicke Mauer einzuhauen beginnen. |
| - | Dieselben schlagen nach ihrer Gewohnheit mit ihren Spitzhacken über Kopfhöhe ein, auf einmal stürzt unter den Steinen ein eisernes Kistchen herab, der Deckel desselben springt im Herunterfallen von selbst auf, die erwähnten | + | Dieselben schlagen nach ihrer Gewohnheit mit ihren Spitzhacken über Kopfhöhe ein, auf einmal stürzt unter den Steinen ein eisernes Kistchen herab, der Deckel desselben springt im Herunterfallen von selbst auf, die erwähnten Pfeile, ein vergelbtes Pergament und ein großer Schlüssel von der Form der alten Kirchenschlüssel fallen heraus, und als man dem herbeigerufenen Schloßherrn das Gefundene überliefert, |
| Nun hoffte man aus jenem Pergamente etwas Näheres zu erfahren, allein siehe es war in Schriftzügen geschrieben, | Nun hoffte man aus jenem Pergamente etwas Näheres zu erfahren, allein siehe es war in Schriftzügen geschrieben, | ||
| - | So liegt denn jener [[typ:Schatz]], von dem die erste Nachricht wahrscheinlich in jenes Kloster durch den dorthin geflüchteten letzten katholischen Burgcaplan nach eingeführter Reformation gelangt war, noch heute ungehoben, die Pfeile hat der vormalige Besitzer des Schlosses, Hr. Hauptmann | + | So liegt denn jener Schatz, von dem die erste Nachricht wahrscheinlich in jenes Kloster durch den dorthin geflüchteten letzten katholischen Burgcaplan nach eingeführter Reformation gelangt war, noch heute ungehoben, die Pfeile hat der vormalige Besitzer des Schlosses, Hr. Hauptmann von Einsiedel, noch als Knabe gesehen, dann scheinen sie verloren gegangen zu sein, allein das eiserne Kistchen und den großen |
| Sonderbar genug hat aber in neuester Zeit eine Somnambule zu Brüssel, zu der, weil man von ihrem wunderbaren Hellsehen dort großes Aufhebens machte, ein in jener Stadt lebender Verwandter der Einsiedelschen Familie auf deren Veranlassung gegangen war und ihr über das Schloß Gnandstein verschiedene Fragen vorgelegt hatte, im magnetischen Schlafe sowohl die Lage, als die Bauart, das Detail der Auffahrt ins Schloß und überhaupt die ganzen Räumlichkeiten daselbst so genau beschrieben, | Sonderbar genug hat aber in neuester Zeit eine Somnambule zu Brüssel, zu der, weil man von ihrem wunderbaren Hellsehen dort großes Aufhebens machte, ein in jener Stadt lebender Verwandter der Einsiedelschen Familie auf deren Veranlassung gegangen war und ihr über das Schloß Gnandstein verschiedene Fragen vorgelegt hatte, im magnetischen Schlafe sowohl die Lage, als die Bauart, das Detail der Auffahrt ins Schloß und überhaupt die ganzen Räumlichkeiten daselbst so genau beschrieben, | ||
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