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sagen:graessesachsen277

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 Ein Doctor des canonischen Rechts, Johann Gartewitz von Freiberg, († 1520) hat einige Zeit zu [[geo:Rom]] gelebt und sich daselbst in den Stand der Ehe begeben, nach dem Tode seiner Frau aber ist er in den geistlichen Stand getreten, nach [[geo:Freiberg]] zurückgekehrt und daselbst Canonicus geworden (1508). Er hat aber dahin seine in Rom gezeugte Tochter, die ihrer Schönheit wegen die schöne Polyxena genannt ward, mitgebracht, welche ein Brauherr auf der Meißner Gasse Andreas Behem (Böhme) geheißen zur Frau nahm.  Ein Doctor des canonischen Rechts, Johann Gartewitz von Freiberg, († 1520) hat einige Zeit zu [[geo:Rom]] gelebt und sich daselbst in den Stand der Ehe begeben, nach dem Tode seiner Frau aber ist er in den geistlichen Stand getreten, nach [[geo:Freiberg]] zurückgekehrt und daselbst Canonicus geworden (1508). Er hat aber dahin seine in Rom gezeugte Tochter, die ihrer Schönheit wegen die schöne Polyxena genannt ward, mitgebracht, welche ein Brauherr auf der Meißner Gasse Andreas Behem (Böhme) geheißen zur Frau nahm. 
  
-Diese hat ihrem Ehemann auf Anstiften eines [[typ:Soldat]]en (Martin Krebs), mit dem sie [[typ:Ehebruch]] getrieben, erst [[typ:Gift]] beigebracht, und als dasselbe nicht nach Wunsch wirken wollen, denselben, ob er wohl bettlägerig und contract worden, doch um ihn los zu werden, des Nachts mit dem [[typ:messer|Brodmesser]] [[typ:erstechen|erstochen]], vorgebend, als wenn er solches aus Schmerzen und Ungeduld selbst gethan. Sie ist aber, weil man Verdacht geschöpft, eingezogen und den 3. Septbr. 1522 [[typ:köpfen|enthauptet]] und alsdann aufs [[typ:rädern|Rad gelegt]] worden.+Diese hat ihrem Ehemann auf Anstiften eines Soldaten (Martin Krebs), mit dem sie Ehebruch getrieben, erst Gift beigebracht, und als dasselbe nicht nach Wunsch wirken wollen, denselben, ob er wohl bettlägerig und contract worden, doch um ihn los zu werden, des Nachts mit dem Brodmesser erstochen, vorgebend, als wenn er solches aus Schmerzen und Ungeduld selbst gethan. Sie ist aber, weil man Verdacht geschöpft, eingezogen und den 3. Septbr. 1522 enthauptet und alsdann aufs Rad gelegt worden.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 226; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_254.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 226//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 curiosasaxonica freiberg untreu ehebruch erstechen messer gift mord rädern köpfen 1522}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 curiosasaxonica freiberg untreu ehebruch erstechen messer gift mord rädern köpfen 1522 v2}}
  
  
sagen/graessesachsen277.1678811039.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)