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sagen:graessesachsen250

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 Als er nun zu immer höherer Würde und Reichthum gelangte, dachte er darauf, wie er sein Vermögen durch Kaufleute und Wechsel auf deutschen Boden schaffen und sich von diesen barbarischen Völkern freimachen könne. Dies ist ihm auch gelungen, denn er ist einmal nebst andern Tartaren als Gesandter an König Lesce den Schwarzen von Polen geschickt worden und hat dabei sein Weib in Mannskleidern mit sich in einer Kutsche aus dem Lande geführt und ihr befohlen, ihn mit einigen Dienern an einem gewissen Orte zu erwarten.  Als er nun zu immer höherer Würde und Reichthum gelangte, dachte er darauf, wie er sein Vermögen durch Kaufleute und Wechsel auf deutschen Boden schaffen und sich von diesen barbarischen Völkern freimachen könne. Dies ist ihm auch gelungen, denn er ist einmal nebst andern Tartaren als Gesandter an König Lesce den Schwarzen von Polen geschickt worden und hat dabei sein Weib in Mannskleidern mit sich in einer Kutsche aus dem Lande geführt und ihr befohlen, ihn mit einigen Dienern an einem gewissen Orte zu erwarten. 
  
-Als nun seine Gefährten den Rückweg angetreten, hat er sich von ihnen auf der Straße verloren und durch [[land:Polen]] nach [[region:Böhmen]] und dann nach [[land:Deutschland]] begeben, und ist mit seiner Gemahlin frisch und gesund nach 12jähriger Abwesenheit zu den Seinen gekommen, hat aber fast Alles in seiner Herrschaft verändert gefunden und es hat ihn Niemand mehr erkennen wollen, seine Reussische Gemahlin aber, so treulich bei ihm gehalten, aber keine Kinder mit ihm gezeugt, ist bald nachher gestorben und im [[kirche:reinhardsbrunn|Kloster Reinhardsbrunn]] begraben worden. Das ihr gesetzte Grabmal war Anfang des 17. Jahrhunderts noch zu sehen und führte die Inschrift: Anno Domini 1286 obiit Cythavia Russica Generosi Domini Baronis de Vargila gemma lucidissima. Oratore pro ea.+Als nun seine Gefährten den Rückweg angetreten, hat er sich von ihnen auf der Straße verloren und durch [[land:Polen]] nach [[region:Böhmen]] und dann nach [[land:Deutschland]] begeben, und ist mit seiner Gemahlin frisch und gesund nach 12jähriger Abwesenheit zu den Seinen gekommen, hat aber fast Alles in seiner Herrschaft verändert gefunden und es hat ihn Niemand mehr erkennen wollen, seine Reussische Gemahlin aber, so treulich bei ihm gehalten, aber keine Kinder mit ihm gezeugt, ist bald nachher gestorben und im [[kirche:klosterreinhardsbrunn|Kloster Reinhardsbrunn]] begraben worden. Das ihr gesetzte Grabmal war Anfang des 17. Jahrhunderts noch zu sehen und führte die Inschrift: Anno Domini 1286 obiit Cythavia Russica Generosi Domini Baronis de Vargila gemma lucidissima. Oratore pro ea.
  
 //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874// //Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874//
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-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 albrechtderbeherzte 1498 heinrichderfromme friesland schenkvonvargula 1274 Scythien reinhardsbrunn polen diener begräbnis heiligesgrab grab inschrift v2}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 albrechtderbeherzte 1498 heinrichderfromme friesland schenkvonvargula 1274 Scythien klosterreinhardsbrunn polen diener begräbnis heiligesgrab grab inschrift v2}}
  
  
sagen/graessesachsen250.1710836421.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)