sagen:graessesachsen233
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| Meißner a. a. O. S. 283. sq. cf. S. 479. | Meißner a. a. O. S. 283. sq. cf. S. 479. | ||
| - | Im Jahre 1713 den 12. Septbr. ist der Grubenarbeiter Gottfried Behr im Bergamt [[geo: | + | Im Jahre 1713 den 12. Septbr. ist der Grubenarbeiter Gottfried Behr im Bergamt [[geo: |
| - | Als Behr aber im Zechenhause angekommen, hat er den grauen Mann in eben der Gestalt wie in seinem Hause in der Stube stehen sehen, der hat vom [[typ:Ofen]] aus einen Strich mit dem rechten Arme über die Bergleute nach dem [[typ:Fenster]] zu gethan und ihn an der linken Seite berührt, daß er solches die ganze Woche gefühlt und manche Thräne darüber vergossen. Dann sind alle Leute weggewesen, bis auf 10 Personen, so traurig am Ofen gesessen, der graue Mann aber sagte: „da haben sie die 12, die mögen sie auszählen“. Darauf ist er auf einmal weggewesen, und die Leute, welche eben abwesend waren, sah er mitten unter dem Gebete wieder um sich, dann ist auch der Geschworne hereingekommen und hat wie gewöhnlich mit den Leuten sein Gebet verrichtet. | + | Als Behr aber im Zechenhause angekommen, hat er den grauen Mann in eben der Gestalt wie in seinem Hause in der Stube stehen sehen, der hat vom Ofen aus einen Strich mit dem rechten Arme über die Bergleute nach dem Fenster zu gethan und ihn an der linken Seite berührt, daß er solches die ganze Woche gefühlt und manche Thräne darüber vergossen. Dann sind alle Leute weggewesen, bis auf 10 Personen, so traurig am Ofen gesessen, der graue Mann aber sagte: „da haben sie die 12, die mögen sie auszählen“. Darauf ist er auf einmal weggewesen, und die Leute, welche eben abwesend waren, sah er mitten unter dem Gebete wieder um sich, dann ist auch der Geschworne hereingekommen und hat wie gewöhnlich mit den Leuten sein Gebet verrichtet. |
| - | Freitags hat er denselben grauen Mann wieder in der Zechenstube gesehen und früh den 11. Sept. ist er wieder vor seinem Bette erschienen und gesagt, er solle noch wohin gehen, es solle eine [[typ:Hochzeit]] sein, da wären schon drei Tafeln gesetzt; als aber seine Frau gekommen und ihn gerufen, sei er wieder verschwunden. Als den 9. August 1712 ein lediger Bergmann, Andreas Behr, in ein Gesenke fiel und darin umkam, hat Ersterer diesen Todesfall von einem Geiste mit den Worten: „Du, er ist schon todt“, während er auf der Bank lag, angezeigt bekommen. | + | Freitags hat er denselben grauen Mann wieder in der Zechenstube gesehen und früh den 11. Sept. ist er wieder vor seinem Bette erschienen und gesagt, er solle noch wohin gehen, es solle eine Hochzeit sein, da wären schon drei Tafeln gesetzt; als aber seine Frau gekommen und ihn gerufen, sei er wieder verschwunden. Als den 9. August 1712 ein lediger Bergmann, Andreas Behr, in ein Gesenke fiel und darin umkam, hat Ersterer diesen Todesfall von einem Geiste mit den Worten: „Du, er ist schon todt“, während er auf der Bank lag, angezeigt bekommen. |
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