sagen:graessesachsen169
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| Pirnaische Annalen bei Hasche, Mag. d. sächs. Gesch. Bd. VIII. S. 389 sq. | Pirnaische Annalen bei Hasche, Mag. d. sächs. Gesch. Bd. VIII. S. 389 sq. | ||
| - | Im Jahre 1227 ist ein Bürger zu [[geo: | + | Im Jahre 1227 ist ein Bürger zu [[geo: |
| - | Da haben sich zwei [[typ:Tuchmacher]], so dem Trunke und Nichtsthun ergeben gewesen, mit einander verschworen, | + | Da haben sich zwei Tuchmacher, so dem Trunke und Nichtsthun ergeben gewesen, mit einander verschworen, |
| - | Wie gedacht, so geschehen, sie sind gegen Abend ins Haus gekommen, haben sich im Keller verborgen und gemeint, die [[typ:Jungfrau]] werde, um [[typ:Bier]] oder [[typ:Wein]] zu holen, da hinab kommen. Solches ist jedoch nicht geschehen; wohl aber ist das Mädchen vor Schlafengehen heruntergegangen, | + | Wie gedacht, so geschehen, sie sind gegen Abend ins Haus gekommen, haben sich im Keller verborgen und gemeint, die Jungfrau werde, um Bier oder Wein zu holen, da hinab kommen. Solches ist jedoch nicht geschehen; wohl aber ist das Mädchen vor Schlafengehen heruntergegangen, |
| - | Weil nun das Mädchen sich vor Angst nicht zu helfen gewußt, auch so ihr Leben zu retten gehofft, hat sie in Alles gewilligt, auch noch ein Licht angezündet und gesagt: „so kommt denn, nehmt nur nicht zu viel.“ Sie schließt hierauf das Gewölbe auf, darin [[typ:Geld]] und Gut nebst andern Pretiosen vorhanden, und sie gerathen über einen eisernen | + | Weil nun das Mädchen sich vor Angst nicht zu helfen gewußt, auch so ihr Leben zu retten gehofft, hat sie in Alles gewilligt, auch noch ein Licht angezündet und gesagt: „so kommt denn, nehmt nur nicht zu viel.“ Sie schließt hierauf das Gewölbe auf, darin Geld und Gut nebst andern Pretiosen vorhanden, und sie gerathen über einen eisernen Kasten, darinnen ein schönes Lädlein stand, weil aber kein Schlüssel an solchem, drohen sie der Jungfrau, sie möge solchen gleich herbeischaffen, |
| - | Gott regiert aber das Mägdlein, daß sie darauf mit Zittern spricht: „ach mein Herr Vetter hat ihn in der Stube in seinem Schränkchen.“ Jene fulminiren aber noch ärger und drohen sie in Granatstücke zu zerhauen und wie sie nun in der Angst eben darin ist, den [[typ:Schlüssel]] zu holen, da giebt ihr Gott ein, das Gewölbe aufs Festeste zu verschließen, | + | Gott regiert aber das Mägdlein, daß sie darauf mit Zittern spricht: „ach mein Herr Vetter hat ihn in der Stube in seinem Schränkchen.“ Jene fulminiren aber noch ärger und drohen sie in Granatstücke zu zerhauen und wie sie nun in der Angst eben darin ist, den Schlüssel zu holen, da giebt ihr Gott ein, das Gewölbe aufs Festeste zu verschließen, |
| - | Da wird gleich ein großer Zusammenlauf, | + | Da wird gleich ein großer Zusammenlauf, |
| - | Das ist die Geschichte der tapfern | + | Das ist die Geschichte der tapfern Jungfrau von Pirna, und zum Andenken hat man auf dem Markte einen Mühlstein auf der Stelle, wo jene Bösewichter hingerichtet worden sind, eingegraben. |
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sagen/graessesachsen169.1678722966.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
