sagen:graessesachsen155
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Nächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:graessesachsen155 [2023/03/07 12:15] – angelegt ewusch | sagen:graessesachsen155 [2025/01/30 17:51] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1 | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| - | [[capitel: | + | **[[capitel: |
| - | [[sagen: | + | [[sagen: |
| + | ====== Hans Jagenteufel, | ||
| + | |||
| + | //Gewisse Relation von einem Weibe, das bey Dreßden Eicheln gelesen, und daselbst ihr ein schon vor hundert und ein und dreissig Jahren verstorbener | ||
| + | |||
| + | Am 13. October des Jahres 1644 ist eine gewisse Katharine Ullmannin Sonntags früh mit ihrer Tochter beim Thoröffnen in die Haide gegangen, sie hatten anfangs Holz gesucht, dann aber Eicheln auflesen wollen, bis es um 11 Mittags geworden. Als sie nun zur Predigt läuten hören, ist die Tochter Margarethe, des Postboten Nic. Heydenreichs Eheweib, weil es sehr geregnet, fortgegangen, | ||
| + | |||
| + | Ein Grauschimmel mit Sattel und Zeug trug einen [[wesen: | ||
| + | |||
| + | Den neunten Tag hernach, als am 22sten October, eines Montags früh ist dieselbe Frau früh abermals in die Haide gegangen und hat da bis Mittags nach 11 Uhr Eicheln gesammelt, und als sie sich rechter Hand an der Radeberger Straße beim Fürstenberge im Gestrüpp neben ihrem Eichelsack niedergesetzt und einen Apfel geschält, hat sie eine Stimme gehört, die folgende Worte gesagt: „Habt Ihr den Sack voll, seid Ihr auch gepfändet worden, so habt Ihr gute Förster? | ||
| + | |||
| + | Als sie auf der Seite aufwärts gesehen, sey ein Mann an ihrer rechten Seite ohne Pferd gestanden, der habe den Kopf mit bräunlichen und krausen Haaren unter dem linken Arme gehabt, daß man das Gesicht nicht sehen können. Auf dem grauen Rocke hatte er ein kleines schmales Ueberschlägelein, | ||
| + | |||
| + | Ihr Menschen verachtet Gott und sein Wort, Gott wird sich von Euch wenden mit seinem Wort und Sacramenten: | ||
| + | |||
| + | Sie (das Weib) sey aber dermaßen erschrocken und habe nicht gewußt, was sie thun solle, und so habe sie der Mann abermals gefragt: „Wollet Ihr es ansagen?“ Sie habe darauf mit erschrockenem Gemüthe ja gesagt, der Mann ihr die rechte Hand geboten und weiter gesagt: „So gebt mir die Hand darauf“, welches sie in Gottes Namen gethan und gefühlt, daß des Mannes Hand wie Schnee kalt gewesen, daß ihr gegraust und sie gezuckt, darauf der Mann wieder gesagt: „Fürchtet Euch nicht, meine Hand ist Euch kalt anzufühlen, | ||
| + | |||
| + | Diese Katharine Ullmannin ist nach geschehenem Zureden hierbei geblieben und hat sich anerboten, diese ihre Aussage weiter vor geistlicher und weltlicher Obrigkeit zu wiederholen. | ||
| + | |||
| + | //Quelle: [[autor: | ||
| + | ---- | ||
| + | {{tag> | ||
| - | [[autor: | ||
sagen/graessesachsen155.1678187740.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
