sagen:graessesachsen110
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| + | ====== Der Dresdner Mönch ====== | ||
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| + | Der vielköpfige Hintzelmann S. 29. | ||
| + | P. C. Hilscher, Nachricht von einem gewissen Mönche in Dresden, | ||
| + | welcher sich als eine böse Vorbedeutung je zuweilen soll sehen lassen. Dr. 1729. 8. | ||
| + | u. b. Hauber, Bibl. Mag. Bd. III. p. 547-617. S. | ||
| + | Dess. Nachrichten v. d. Dresdner Elbbrücke, ebend. 1729. 8. S. 14 sq. | ||
| + | Hasche, diplom. Geschichte von Dresden. Bd. V. a. S. 93. sq. 487. (überall blos einzelne Notizen). | ||
| + | Schäfer Bd. I. S. 113 etc. Mündlich. | ||
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| + | Wie die weiße Frau im [[burg: | ||
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| + | In [[geo: | ||
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| + | Dieser Mönch war angeblich früher zweimal an dem obersten Simms des Hauptthurms der alten Kreuzkirche an den zwei Ecken der nach dem Walle zugehenden Seite in Stein gehauen; weil aber auf der nach der Seite der Stadt zugewendeten Ecke das Bildniß Christi angebracht war, so dachte man sich unter diesen beiden Mönchsgestalten auch den Teufel und seine Großmutter. | ||
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| + | Gewöhnlich kam er aus dem sogenannten Mönchsbrunnen auf dem Wilsdruffer Walle heraus, der bis 1726 gestanden hat. | ||
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| + | Den 22. April 1694 hat er sich auch im [[burg: | ||
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| + | Den Lieutenant, der die Runde gethan, hat er ebenfalls attakirt, dieser hat aber die Pike gefällt, worauf das Gespenst unsichtbar ward. Hierauf ist ein solcher Lärm entstanden, daß man die Trommel rühren und Niemand mehr die Wache verrichten wollte, wie aus den im Regimentshause an diesem Tage gethanenen Aussagen hervorgeht. | ||
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| + | Das Volk erzählte sich damals, jener Mönch habe einst die beiden Brüder [[vip: | ||
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| + | Ja man dachte sich sogar unter dem Bilde des Gott Vater unter dem Architrav dieses 1553 von Churfürst August auf dem sogenannten Hasenberge errichteten allegorischen Monumentes jenen spukhaften Mönch. Nach einer andern Sage wäre aber dieser (graue oder braune) Mönch, der klein von Gestalt und sehr friedsam gewesen, übrigens nur die, so ihn geneckt, bestraft hätte, auch zu andern Gelegenheiten häufig im königlichen Schloß sichtbar gewesen. | ||
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| + | So habe einst ein Churfürst einen Diener in ein bestimmtes Zimmer geschickt, um etwas zu holen, da habe dieser den grauen Mönch an einem Tische sitzen und schreiben sehen, erschrocken sei er zurückgeeilt und habe seinem Herrn, was er gesehen, gemeldet, der Churfürst sei schnell ohne Begleitung an denselben Ort gegangen, habe auch den Mönch noch schreibend gefunden und ihn gefragt: „was machst Du hier?“ Der aber erwiderte: „ich schreibe Deine Sünden auf.“ Da versetzte der wackere Fürst: „hat Dir Gott die Macht dazu gegeben, so thue es immerhin“, | ||
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| + | Mit diesem Gespenste darf jedoch das sogenannte [[wesen: | ||
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| + | Endlich soll es sonst auch noch auf dem vom Schlosse aus in die frühere, jetzt weggerissene, | ||
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| + | Ueber das im Winter 1865-66 in den Zimmern über dem Gr. Gewölbe gehörte Geräusch und Poltern ist keine Aufklärung erlangt worden. | ||
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sagen/graessesachsen110.1678117804.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
