sagen:graessesachsen062
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| + | ====== Der Todtenkopf zu Batzdorf (Drei Sagen) ====== | ||
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| + | Mündlich. Poetisch behandelt von Hofmann, das Meißner Niederland. S. 585. sq. | ||
| + | und von Ziehnert Bd. III. S. 19 sq., der aber die Begebenheit in das ebenfalls | ||
| + | zu Scharfenberg gehörige Vorwerk Pegenau setzt. | ||
| + | In Prosa erz. v. Winter in d. Constit. Zeit. 1852. 31. Octbr. S. 1043 etc. | ||
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| + | Auf dem Rittergute [[geo: | ||
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| + | Es versah im dortigen Rittergute einst ein Ochsenjunge((Nach einer andern Sage war es der Sohn eines Freundes des Burgherrn, den dieser nach dem Tode seines Vaters bei sich aufgenommen hatte und seinem eigenen Sohne vorzog, der dann aus Rache den Siegelring seines Vaters entwendete und in die Truhe des fremden Junkers verbarg. Das Weitere stimmt überein, nur daß noch hinzugefügt wird, der verrätherische Jüngling habe, als er den Todtenkopf, der nicht wieder weichen wollte, beständig vor Augen gehabt, aus Verzweiflung seinem Leben durch einen freiwilligen Sprung vom Felsen herab ein Ende gemacht.)) einige Zeit die Stelle eines Küchengehilfen und zeigte sich stets als einen anstelligen, | ||
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| + | Da kommt eines Tags dem Koche ein silberner Löffel weg, und da er sich nicht wiederfindet, | ||
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| + | Wie nun sein Kopf gefallen und mit dem Körper, wie man meinte, weggebracht worden war, da findet man plötzlich den erstern in der Küche, wo jener Diebstahl vorgefallen war, wieder, und obgleich man ihn viele Male wieder eingegraben, | ||
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| + | Segnitz Bd. II. S. 346 sq. | ||
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| + | Im [[zeit: | ||
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| + | Sieckel, Nachr. v. Poltergeistern und gespenstigen Erscheinungen. Quedlinb. 1761. Th. I. S. 46. sq. | ||
| + | erzählt die Sache anders also: | ||
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| + | „Es sind wohl 18 Jahr her, daß ich in meiner Jugend nach [[geo: | ||
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| + | Nach Vermoderung des Körpers wären dessen Gebeine, weil sie nicht tief verscharret gewesen, bei Zubereitung des ansehnlichen Weinberges wieder ausgegraben, | ||
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| + | Weil er nun zu des Eigenthümers Bewunderung jedesmal wieder an seinem vorigen Orte zu sehen und von da auf keine Art hinwegzubringen gewesen, so hat der Herr des Weinberges ein Häuschen auf derjenigen Stelle, wo er gelegen, aufzubauen resolviret, auch nach dessen Bau ein Schränkchen verfertigen lassen, allwo erwähnter Todtenkopf bis diese Stunde verwahrlich beibehalten wird. Ich selbst bin curiös gewesen, und habe auf meiner damaligen Rückreise, um den Weinberg nebst dem Häuschen in Augenschein zu nehmen, den Eigenthümer ersucht, mir solches öffnen zu lassen, welches auch willig geschah, auch darauf den gemeldeten Todtenkopf in dem beschriebenen Behältnisse des Weinbergshäusleins mit einem Tüchlein bedeckt gefunden und demnach diese Geschichte, wie ich sie hier annotiret, für gewiß erzählen hören.“ | ||
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sagen/graessesachsen062.1678120026.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
