Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:graessesachsen052

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:graessesachsen052 [2023/03/10 11:51] ewuschsagen:graessesachsen052 [2025/01/30 17:51] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 1: Zeile 1:
 [[sagen:graessesachsen051|<<< zurück]] |  [[sagen:graessesachsen051|<<< zurück]] | 
-[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]] | +**[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]]** 
 [[sagen:graessesachsen053| weiter >>>]] [[sagen:graessesachsen053| weiter >>>]]
  
Zeile 8: Zeile 8:
     Hofmann S. 461.     Hofmann S. 461.
  
-In dem gesegneten Weinjahre von 1783 hatte ein Weinbauer zu [[geo:weinböhla|Weinböhle]] (oder Warnsdorf) bei [[geo:Meißen]] nicht Gefäße genug, der Most überschwemmte die Presse, er schüttete ihn also in ein [[typ:Faß]], aus welchem das Vieh getränkt ward. Durch irgend ein nothwendiges Geschäft abgerufen, kehrt er zur Presse zurück, und unterdessen kommt das Vieh, um an den gewohnten Ort zu saufen, findet aber statt Wasser den süßen Most, den es gierig einschlürft. Lustig und halb [[typ:betrunken]] springen die [[typ:rind|Kühe]] auf dem Hofe herum, die jungen [[typ:ochse|Ochsen]] feuert das Traubenblut zum hitzigen Gefechte an, sie stürzen gegen einander und werfen dabei den Kübel, die Quelle ihres Rausches, um, und als der Bauer, durch den Lärm erschreckt, zurückkehrt, findet er sein Vieh wie toll herumtaumelnd und den Boden schlüpfrig und gefärbt vom Rebensafte.+In dem gesegneten Weinjahre von 1783 hatte ein Weinbauer zu [[geo:weinböhla|Weinböhle]] (oder Warnsdorf) bei [[geo:Meißen]] nicht Gefäße genug, der Most überschwemmte die Presse, er schüttete ihn also in ein Faß, aus welchem das Vieh getränkt ward. Durch irgend ein nothwendiges Geschäft abgerufen, kehrt er zur Presse zurück, und unterdessen kommt das Vieh, um an den gewohnten Ort zu saufen, findet aber statt Wasser den süßen Most, den es gierig einschlürft. Lustig und halb betrunken springen die Kühe auf dem Hofe herum, die jungen Ochsen feuert das Traubenblut zum hitzigen Gefechte an, sie stürzen gegen einander und werfen dabei den Kübel, die Quelle ihres Rausches, um, und als der Bauer, durch den Lärm erschreckt, zurückkehrt, findet er sein Vieh wie toll herumtaumelnd und den Boden schlüpfrig und gefärbt vom Rebensafte.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 59; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_059.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 59//
 ---- ----
-{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 wein fass weinböhla ochse rind 1783 betrunken}}+{{tag>sagen grässe sagenschatzsachsen1 wein wasserfass weinböhla ochse rind 1783 betrunken v2}}
  
  
sagen/graessesachsen052.1678445498.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)