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sagen:graessesachsen047

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 ====== Das böse Quiproquo im Schlosse zu Meißen ====== ====== Das böse Quiproquo im Schlosse zu Meißen ======
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 Sonst befand sich, wenn man die Treppe in der [[burg:Albrechtsburg]] heraufkam, eine sonderbare Historie in die Wand eingehauen. Es war einmal eine Markgräfin, welche nichts lieber sah, als blaue Violen, und demjenigen, so ihr im Frühjahr die erste zeigen konnte, eine schöne Verehrung gab: es ward auch dieses freudige Ereigniß allemal mit Trompeten- und Paukenschall bekannt gemacht.  Sonst befand sich, wenn man die Treppe in der [[burg:Albrechtsburg]] heraufkam, eine sonderbare Historie in die Wand eingehauen. Es war einmal eine Markgräfin, welche nichts lieber sah, als blaue Violen, und demjenigen, so ihr im Frühjahr die erste zeigen konnte, eine schöne Verehrung gab: es ward auch dieses freudige Ereigniß allemal mit Trompeten- und Paukenschall bekannt gemacht. 
  
-Als nun einstmals ihr Hofmeister die erste Viole erblickte, deckte er im Garten seinen [[typ:Hut]] darüber, ging zur Markgräfin, dieselbe mit ihrem Frauenzimmer hineinzuführen und ihr das Violblümlein zu überliefern. Unterdessen hatte ihm aber der Hofnarr das Spiel verdorben und zu seinem Schimpf und [[typ:Spott]] eine ganz andere [[typ:Blume]] unter den Hut gelegt. +Als nun einstmals ihr Hofmeister die erste Viole erblickte, deckte er im Garten seinen Hut darüber, ging zur Markgräfin, dieselbe mit ihrem Frauenzimmer hineinzuführen und ihr das Violblümlein zu überliefern. Unterdessen hatte ihm aber der Hofnarr das Spiel verdorben und zu seinem Schimpf und Spott eine ganz andere Blume unter den Hut gelegt. 
  
 Diese Geschichte hörte hier zu Meißen schon im 16. Jhrh. ein gewisser Philipp Hainhofer (s. Hormayr’s Taschenb. 1838. S. 256.) Sie ist auch dramatisch in dem altdeutschen Nithardspiele bei Keller, Fastnachtspiele Bd. I. S. 411 etc. und von Hans Sachs in einem Fastnachtsspiele (W. Bd. IV. Th. III.) behandelt worden. Diese Geschichte hörte hier zu Meißen schon im 16. Jhrh. ein gewisser Philipp Hainhofer (s. Hormayr’s Taschenb. 1838. S. 256.) Sie ist auch dramatisch in dem altdeutschen Nithardspiele bei Keller, Fastnachtspiele Bd. I. S. 411 etc. und von Hans Sachs in einem Fastnachtsspiele (W. Bd. IV. Th. III.) behandelt worden.
  
-//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 56; [[https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Graesse_Sagenschatz_Sachsens_I_056.jpg&oldid=-|Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource (Version vom 1.8.2018)]]//+//Quelle: [[autor:graesse|Johann Georg Theodor Grässe]]: [[buch:sagenschatzsachsen|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen]], Band 1. Schönfeld, Dresden 1874, Seite 56//
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sagen/graessesachsen047.1678436034.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)