sagen:graessesachsen030
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| - | [[capitel:graessesachsenneu1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]] | | + | **[[capitel:graessesachsen1|Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen - Band 1]]** | |
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| + | ====== Die Sagen vom Bischoff Benno von Meißen ====== | ||
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| + | Das heilig leben vnd legend des seligen Vatters Bennonis weyland Bischoffen tzu Meyssen: gemacht vnd in das tewtsch gebracht: durch Jeronymum Emser. Leyptz durch Melchior Lotther. M.D.xvii. 4. Gewiße Vnd Approbirte Historia Von S. Bennonis, etwo Bischoffen zu Meissen Leben vnd Wunderzeichen, | ||
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| + | Der berühmteste aller Bischöffe von [[geo: | ||
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| + | α) Als der Bischoff Benno im Jahre 1076 zum Concilium nach [[geo:Rom]] zog, um sich zu Gregor VII. zu begeben, für den er gegen [[vip: | ||
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| + | β) Die Hauptaufgabe des heiligen Mannes war aber die heidnischen Slaven und [[volk: | ||
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| + | γ) Eines Abend wollte der h. Benno spät von dem heiligen Thale aus nach Meissen zurückkehren. Da fürchtete er, man möge, wenn er weit umginge, die Thore schließen. Er machte also das Kreuz vor sich, und ging trockenen Fußes über die [[region: | ||
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| + | δ) Eines Tags kam der h. Benno während der Erntezeit auf’s Feld und fand, wie die Schnitter vor großer Hitze und Arbeit matt und erschöpft waren; er machte also stillschweigend ihnen ihr mitgebrachtes Wasser zu Wein und ging davon, sein Begleiter aber, der das gesehen, nahm ein hölzernes Gefäß mit Wasser und sagte zu den Schnittern: gebt Acht, ich will Euch wie mein Herr das Wasser zu Wein machen, schlug das Kreuz darüber, wie er es von diesem gesehen hatte, und von Stund an war das Wasser zu Wein geworden, und die erstaunten Schnitter labten sich damit. (Emser c. 23.) | ||
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| + | ε) Eines Tages ging er auf’s Feld hinaus, und als er andächtig an einem Teiche hin- und hergehend die Weisheit Gottes in der Kreatur überdachte, | ||
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| + | ζ) Da es die Gewohnheit des heiligen Mannes war, um nicht durch den ungeheuren Zulauf der Leute und ihre Verehrung in Hoffart zu verfallen, sich zuweilen in die Einsamkeit zu begeben, so zog er einst auch mit einem Caplan in das Dorf Naumburg, zwischen Grimma und Mügeln gelegen, und erbaute daselbst in der Kirche eine Zelle, worin er mit seinem Diener in tiefer Beschaulichkeit lange Zeit lebte. Des Nachts ging er vor das Dorf hinaus spazieren und betete auf einem Acker, und bis auf den heutigen Tag soll da, wo er seinen Fuß hinsetzte, das Korn eher reif werden und fetter und voller wachsen, als irgend wo anders. Wenn er aber wollte, konnte er, so erzählen sich die Einwohner daselbst, in Meißen zum Gottesdienst und zum Morgenessen doch wieder in ihrem Dorfe sein. In der Kirche stand er aber noch zu Anfange des 16. Jahrhunderts zum ewigen Andenken mit Stab und Inful und der Unterschrift Sanctus Benno abgebildet. | ||
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| + | η) Markgraf [[vip: | ||
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| + | ι) Der zu Grimma verstorbene (d. 10. Febr. 1407) Markgraf [[vip: | ||
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| + | κ) Seine Domherren und Geistlichen schützte er oft vor Unglück, wenn sie sich aber schlecht betrugen, strafte er sie heftig und sichtbarlich: | ||
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| + | Im Jahre 1270 ließ Bischoff Witigo die Gebeine des h. Benno aus dem Winkel im Chor, wohin er sich hatte begraben lassen, wegnehmen, mit Wein waschen und säubern und mitten in die Kirche begraben und sein Grab mit einem Gitter umgeben, mit dem Weine aber viele krankhafte Menschen wie mit köstlichen Salben bestreichen, | ||
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| + | Sein Bett, welches früher in einer neben dem Wappensaale der [[burg: | ||
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sagen/graessesachsen030.1678093480.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
