sagen:graessesachsen005
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| Herr Bruder, Euer Liebe muß ich erzehlen, was mir diese Nacht geträumet hat, und möchte ich gerne seine Bedeutung wissen, denn ich ihn so eigentlich und wohl gemerket und mir so tief eingebildet, | Herr Bruder, Euer Liebe muß ich erzehlen, was mir diese Nacht geträumet hat, und möchte ich gerne seine Bedeutung wissen, denn ich ihn so eigentlich und wohl gemerket und mir so tief eingebildet, | ||
| - | [[vip:johann_der_bestaendige|Herzog Johannes]] fragte: War es denn ein guter oder böser Traum? Wir wissen es nicht, Gott weiß es, sagte der Churfürst. Herzog Johannes fragte weiter: Herr Bruder, E. L. setzen nicht viel darauff: Wenn mir etwas träumet, so bitte ich allezeit unsern HErrn GOtt, er wolle es zum Besten wenden, oder schlag mir’s aus dem Sinn, wiewohl ich auch dies bekennen muß, daß mir viele Träume, beyde gut und böse sind fürkommen, welche ich hernach allererst verstanden habe, aber gemeiniglich in schlechten Sachen, E. L. sagen doch, was war denn der Traum? | + | [[vip:johannwettin|Herzog Johannes]] fragte: War es denn ein guter oder böser Traum? Wir wissen es nicht, Gott weiß es, sagte der Churfürst. Herzog Johannes fragte weiter: Herr Bruder, E. L. setzen nicht viel darauff: Wenn mir etwas träumet, so bitte ich allezeit unsern HErrn GOtt, er wolle es zum Besten wenden, oder schlag mir’s aus dem Sinn, wiewohl ich auch dies bekennen muß, daß mir viele Träume, beyde gut und böse sind fürkommen, welche ich hernach allererst verstanden habe, aber gemeiniglich in schlechten Sachen, E. L. sagen doch, was war denn der Traum? |
| Churfürst Friedrich sagte: Ich will’s E. L. sagen: Als ich mich auff dem Abend zu Bette legte, ziemlich matt und müde, war ich balb über dem Gebet eingeschlaffen, | Churfürst Friedrich sagte: Ich will’s E. L. sagen: Als ich mich auff dem Abend zu Bette legte, ziemlich matt und müde, war ich balb über dem Gebet eingeschlaffen, | ||
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| Herzog Johann sagte: Herr Cantzler, was dünket euch? von Träumen ist nicht viel allemal zu halten, doch sind sie auch nicht gar zu verwerffen! Wenn wir hier einen verständigen, | Herzog Johann sagte: Herr Cantzler, was dünket euch? von Träumen ist nicht viel allemal zu halten, doch sind sie auch nicht gar zu verwerffen! Wenn wir hier einen verständigen, | ||
| - | [[vip: | + | Herzog Johann sagte: Ich halte es mit euch, Herr Cantzler, denn daß wir uns lange darüber grämen und martern sollen, ist nicht zu achten, GOTT wird alles, so dieser Traum von ihm herkommt, wissen zum besten zu wenden, und uns zu seiner Zeit die rechte Bedeutung mitzutheilen, |
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sagen/graessesachsen005.1709745590.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
