sagen:graessepreussenii995
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| + | ====== Der Schatz auf der Burg zu Holte ====== | ||
| + | S. Schäfer in d. Mittheil. d. Osnabrück. Vereins 1853 Bd. III. S. 218 etc. | ||
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| + | Im Jahre 1144 verband sich der Bischof Philipp von Osnabrück mit dem Grafen Otto von Ravensberg gegen den Grafen von Holte, weil dieser mehrere Einfälle in das Osnabrückische Stift gemacht hatte. Die Burg stand aber auf hoher Bergesspitze, | ||
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| + | Eine dunkle Nacht hüllte die Gegend in dichte Finsterniß, | ||
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| + | Ihre Person hatten sie zwar gerettet, nicht aber die aufgehäuften Schätze. Daß dieses nicht möglich sei, hatten sie bald eingesehn, aber sie sollten auch nicht den Feinden in die Hände fallen. Daher wurden die Kostbarkeiten rasch in verschiedene Kisten gelegt und in den mehrere hundert Fuß tiefen Schloßbrunnen versenkt. Das köstlichste Kleinod auf der Burg aber war ein Tisch, dessen Platte aus einem einzigen Demant bestand. Auch dieser wurde in einen Kasten gelegt und im höchsten Grimm über dessen Verlust warf ihn der Burgherr mit eigener Hand »in des Teufels Namen« den andern Schätzen nach in die Tiefe des Brunnens. | ||
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| + | Jahre schwanden dahin und fleißig hütete der Böse seines Schatzes. Die Sage von den versenkten Kostbarkeiten hatte sich von Geschlecht zu Geschlecht fortgepflanzt und manche vergebliche Versuche, sie zu heben, waren gemacht worden. Endlich entdeckte eine weise Frau in jener Gegend die Zauberformel, | ||
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