sagen:graessepreussenii877
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| + | ====== Die Riesenprinzessinnen ====== | ||
| + | S. Rommel, Hess. Gesch. Bd. I. S. 128. | ||
| + | Winkelmann, Chronik v. Hessen Bd. VI. S. 315. | ||
| + | Hocker, Deutsche Sagen und Sitten. Cassel 1854 S. 36. | ||
| + | v. Wildungen in Hartig' | ||
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| + | Vor langen langen Jahren lebte in Reinhardswalde ein mächtiger König, der hatte drei Töchter, welche Riesinnen waren, eine hieß Saba, die andere Trenda und die dritte Bramba. Für jede baute er ein Schloß, für Saba die Sababurg (ursprünglich Zapfen- oder Zappenburg), | ||
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| + | Die Trenda ärgerte sich, daß zwischen ihrer Burg und Deissel ein Thal sei, sie wollte dafür einen Berg haben, sie sammelte also Steine und Erde in ihre Schürze um solches dort auszuschütten und somit den gewünschten Berg zu haben. Unterwegs entglitt ihr aber ein Zipfel der Schürze, ein Theil der Erde fiel heraus und daraus entstand der Ohmeberg. Sie erfaßte den Zipfel aber wieder, ging noch eine Strecke fort und schüttete dann den ganzen noch übrigen Inhalt heraus, daraus entstand der Deisselberg. Einst zog sich aber ein furchtbares Gewitter über Trendelburg zusammen und wetterte dort unausgesetzt sieben Tage und sieben Nächte. Da beschlossen die Einwohner die Riesin zu vertreiben, um auf diese Weise den Himmel zu versöhnen. Sie führten sie also aufs Feld hinaus, allein dort war sie kaum allein, als eine Wolke sich herabsenkte und sie verschlang. Da hörte der Donner auf und die Noth hatte ein Ende. Von dieser Zeit an aber sind noch heute große Löcher im Felde bei Trendelburg übrig, welche die Wolkenborste genannt werden; das größte ist mit Wasser angefüllt. | ||
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| + | Die Bramba ist blind gewesen, allein sie hat doch stets zu Pferd den Weg durch die Weser nach der Bramburg gefunden. | ||
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