sagen:graessepreussenii733
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| + | ====== Der Graf von Zollern und die Würtembergerin ====== | ||
| + | S. Schönhuth Bd. II. S. 315 etc. | ||
| + | Barth, Hohenzoll. Chronik. Sigmaringen 1869 in 8. S. 132 etc. | ||
| + | Ad. Frauenlob, Die lieblichsten Sagen und Bilder aus Süddeutschland. Ulm 1843 in 8. S. 64 etc. | ||
| + | Auf der Burg Hohenzollern hauste im ersten Viertel des 15. Jhdts. Friedrich VII., Graf von Zollern, genannt der Oettinger. Zu dieser Zeit war aber Deutschland durch innere Zwistigkeiten gänzlich zerrissen; die Fürsten und die Edeln lagen mit den Städten im Kampfe, diese wieder unter einander selbst und die Lehenspflichtigen standen gegen ihre Lehensherrn auf. Das Oberhaupt des Reiches war aber zu schwach um sich gegen die mächtigern Würdenträger Deutschlands im Ansehn erhalten zu können, und konnte natürlich nicht daran denken, den Fehdegeist in den einzelnen Theilen des Landes zu unterdrücken. Gerade diese Umstände aber waren es, welche einzelnen Mächtigen Gelegenheit boten, ihre Herrschaft nicht blos zu kräftigen, sondern auch ihren Länderbesitz auf Kosten der Schwächern zu vermehren. Unter denen, welche diese schlimmen Verhältnisse am Besten für sich zu benutzen wußten, stand aber das Haus Würtemberg oben an. Indessen schien im Jahre 1419 sein Stern erbleichen zu wollen, denn Graf Eberhardt IV. war noch in jungen Jahren an einer Seuche gestorben, welche von dem zur Zeit des Concils mit Menschen überfüllten Costnitz ausgegangen war. Er hinterließ zwei junge Knäblein und als ihre Vormünderin seine Wittwe, die stolze Gräfin Henriette von Mömpelgard, | ||
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| + | Der Kämmerer ging mit dieser Antwort ab und der Graf von Zollern ritt mit seinem Häuflein Knappen stolz durch Stuttgarts Gassen und langsam zum Thore hinaus nach seiner hohen Burg. Kaum hatte er dort eine Belagerung der verbündeten Reichsstädte Ulm und Rottweil, mit denen er in Fehde gerathen war, abgeschlagen und zechte fröhlich im Ahnensaale mit einigen seiner Freunde, da erschien vor dem Thore ein Würtembergischer Reisige, der ein Brieflein an ihn von seiner Gebieterin zu bestellen hatte. Der Inhalt desselben war kurz, sie schrieb ihm, sie habe gehört, daß er auf dem Schloßplatze ihrer Hofburg zu Stuttgart öffentlich ihrer gespottet und gesagt habe, keine Frau werde ihn verschlingen, | ||
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