sagen:graessepreussenii680
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| + | ====== Von einem himmlischen Sendboten und seiner Betrügerei ====== | ||
| + | S. Hennenberger S. 480. | ||
| + | Nach dem großen Kriege waren in Preußen viele Buben, so der Arbeit entwöhnt waren, gleichwohl aber viel verzehren wollten, derohalben sie sich auf Täuschung begaben. Ein solcher war auch einer, der wußte in einer Stadt ein gar simples Weib, so doch sehr reich war und zuvor einen Mann, Namens Stolle gehabt, der sie sehr wohl gehalten hatte. Nun hatte sie aber einen Schulmeister genommen, der sie nicht sehr fetirte, weshalb sie täglich um Mittag auf den Kirchhof ging zu ihres vorigen Mannes Grabe, betend, er wolle ihr doch bei Gott einen Trost erwerben, denn dieser Mann, den sie doch aus einem armen Bacchanten (fahrenden Schüler) zu einem reichen Junker gemacht, halte sie nicht sehr wohl. Diese Rede hatte dieser Schalk oftmals gehört und wußte auch der guten Frauen Weise, zog also einen weißen Kittel an und ging an die Seite der Kirche, wo die Frau kniete, und seufzte herzlich. Die Frau sprach zu ihm: »Mein Brüderlein, | ||
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