sagen:graessepreussenii677
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| + | ====== Ein Schwarzkünstler fährt mit einer Bürgermeisters-Tochter durch die Lüfte ====== | ||
| + | S. Hennenberger S. 477. | ||
| + | Zu der Zeit des Hochmeisters Heinrich Reuß des Andern war ein Schulmeister in einem Städtchen in Preußen, so ein Schwarzkünstler war, dem der Teufel alle Nächte ein Weibsbild brachte, wann und welche er wollte, für seine Dienste. Nun war dort ein Bürgermeister, | ||
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| + | Nun sollte er auf seiner letzten Hinfahrt bekennen, daß es wider ihren Willen geschehen sei, das that er auch und bat um Verzeihung, denn sie war mit ihren Eltern um dieses Bekenntnisses wegen hinausgegangen. Der Schulmeister erbot sich auch, er wolle sie wiederum mit der Ehe zu Ehren bringen, man solle ihm nur das Leben lassen, aber das wollte der Bürgermeister nicht. Da bat er die Dirne, daß sie ihm ein Zeichen der Vergebung in seine Hand geben wolle, und sie gab ihm mit Erlaubniß ihrer Eltern einen Knäuel Seide, den sie im Beutel hatte. Als er ihn empfing, ward eine seiner Hände los, damit warf er den Knäuel in die Höhe, umfängt des Bürgermeisters Tochter mit fremden Worten und fährt mit ihr auf und davon, also daß Niemand wußte, wo sie geblieben waren. | ||
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