sagen:graessepreussenii674
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| + | ====== Die Schätze im Kreuzburger Schlosse ====== | ||
| + | S. Temme S. 189. | ||
| + | Zwischen den eben erwähnten Ruinen des Kreuzburger Schlosses zeigte sich früher ein jetzt verschütteter Eingang zu einem Keller, den man für das Schatzgewölbe der alten Burg hielt. Bei diesem war ein armer Handwerksmann, | ||
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| + | Einige Zeit nachher haben die Kreuzburger Schuhknechte beisammen in der Herberge gesessen, mit einander geschwatzt und tüchtig gezecht, da ist die Rede auch auf die Jungfrau gekommen und zwei von den Schustergesellen haben sich vermessen, in jenes Gewölbe einzudringen und den Schatz zu heben. Sie haben es wahr gemacht, sind hineingegangen und haben wirklich die Jungfrau im blauen Kleide und mit den goldenen Haaren dort angetroffen. Sie trugen ihr ihr Begehr vor und die Jungfrau nahm eine silberne Schöpfkelle und schöpfte aus einer mit funkelnden Goldstücken gefüllten Braupfanne mehrere Löffel voll heraus und schüttete sie in die Schurzfelle der beiden Gesellen, dieselben gingen froh nach Hause, allein im Gehen ward ihre Last immer leichter und leichter und als sie in ihrer Herberge angekommen prahlend ihre Beute ausschütten wollten, hatten sich die Goldgulden in Frösche und anderes ekles Gewürm des am Schloßberge vorbeifließenden Keisters verwandelt. | ||
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