sagen:graessepreussenii462
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| + | ====== Der Rabenstein ====== | ||
| + | Nach Arndt, Jugenderinnerungen Bd. II. [II. A.] S. 348 etc. | ||
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| + | Die Raben, Krähen, Adler und andere solche Vögel, welche scharfe Schnäbel und Klauen haben, werden sehr alt und leben wohl 2-300 Jahre. Wenn nun ein Rabenpaar hundert Winter mit einander gelebt und geheckt hat, dann legt es erst den Rabenstein und, wie man sagt, alle zehn Winter einen neuen Stein. Dieser Rabenstein soll nach der Sage aus den Augen der Diebe herauswachsen, | ||
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| + | Es lebte aber einst zu Boldevitz auf Rügen ein reicher Herr, Namens Friedrich von Rotermund, der brachte aus der Türkei, wo er mit den kaiserlichen Truppen im Felde gelegen hatte, sich eine schöne Heidin als Kebsfrau mit und mit dieser zeugte er ein Feierabendskind, | ||
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| + | So hatte Fritz Rotermund es manches liebes Jahr getrieben und hatte wohl frisch und lustig gelebt, aber reich war er nicht geworden, denn volle Taschen konnte er nicht leiden. Da hat es sich zugetragen, daß im Kriege zur Zeit des Königs Karl XII. von Schweden bei der Stadt Bergen zwei Juden gehängt wurden, die man als Pferdediebe ertappt hatte. Sie hatten dort schon ein Jahr an dem Galgen gebaumelt, da hat er zur Jahresfeier hinausgemußt und ist nach dem schauerlichen Tanz vor Ermattung unter dem Hochgericht eingeschlafen, | ||
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