sagen:graessepreussenii446
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| + | ====== Die Entstehung der Insel Hiddensee bei Rügen ====== | ||
| + | S. Grümbke, Darstellung der Insel Rügen. Berlin 1869 Bd. II. S. 21 etc. | ||
| + | Temme a.a.O. S. 166 etc. | ||
| + | Ellen Lucia im Buch der Welt 1852. | ||
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| + | Nordwestlich von der Insel Rügen liegt die Insel Hiddensee. Dieselbe soll vor Alters mit Rügen zusammengehangen haben, aber durch folgende Begebenheit von ihm getrennt worden sein. | ||
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| + | Es war an einem unfreundlichen Novemberabend, | ||
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| + | Nur eine der Hütten, abgelegen von den andern und ganz im Grunde, war in etwas besserem Stande; sie gehörte einer alleinstehenden Wittwe, Mutter Hidden, welche hier mit einer Kuh, deren Milch sie zu ihrem Unterhalte bedurfte, ganz getrennt von allem Verkehr mit ihren Nachbarn lebte. Sie war jedoch nicht mittellos, sondern hatte in ihren Truhen manchen harten Thaler und manche Kleinodien und manches Stück Wäsche und Seidenstoff liegen, welche ihr Mann, als Lootse in seinem Berufe verunglückt, | ||
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| + | Die Kinder schliefen noch und die fleißige Frau in der Meinung, daß sie auch an dem kalten und finstern Novembermorgen immer noch früh genug aufständen, | ||
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| + | Bald gelangte aber die Kunde von dem Glücke, welches der armen Fischerfamilie widerfahren war, auch zur Schwiegermutter derselben, der Frau Hidden. Welche Vorwürfe machte sie sich, daß sie den Alten so grob fortgewiesen hatte und wie mißgönnte sie ihren eigenen Kindern den wohlverdienten Reichthum. Der Gedanke, daß auch sie so glücklich habe sein können und nur durch ihren eigenen Unverstand um ihr Glück gekommen sei, ließ ihr keine Ruhe und so ging sie denn aus und suchte in der ganzen Umgegend den alten Mann, und als sie ihn endlich fand, da lud sie ihn mit den liebreichsten Worten ein, er solle für die nächste Nacht in ihrer Hütte fürlieb nehmen, sie sei gestern in einer gereizten Stimmung gewesen und bereue ihre Ungastlichkeit bitter. Der Alte nahm ihre Entschuldigung scheinbar gut auf, kam auch richtig zum Abend, und nachdem ihm Frau Hidden das Beste vorgesetzt, was sie hatte auftreiben können, räumte sie ihm ihr eigenes Bett zum Nachtlager ein und schlief selbst auf dem bloßen Erdboden. Endlich kam der Morgen und der Gast schied mit demselben Versprechen, | ||
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| + | Nach einer andern Sage hätte sie übrigens nicht ihre Kuh tränken wollen und deshalb ihre erste Arbeit im Plumpen begonnen, sondern es sei ihr gerade, als sie sich zum Zählen ihrer Sparpfennige anschickte, ein natürliches Bedürfniß angekommen. Sie sei also zur Thüre hinausgegangen und habe sich niedergekauert, | ||
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sagen/graessepreussenii446.1737493815.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
