sagen:graessepreussenii376
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| + | ====== Sidonia von Bork die Klosterhexe zu Stettin verbrannt ====== | ||
| + | S.C. Frdr. Pauli, Allgem. Preuß. Staatengesch. Bd. VI. S. 396 etc. | ||
| + | Reichard, Verm. Beitr. zur Beförd. e. Einsicht in das Geisterreich Bd. II. S. 240 etc. | ||
| + | nach Dähnert' | ||
| + | Berthold, Gesch. v. Rügen und Pommern Bd. IV. S. 486-500 [der die lange verlorenen Originalakten benutzte] | ||
| + | S. ebd. Bd. VIII. S. 426 etc. | ||
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| + | Sidonia von Bork, die Tochter Otto's von Bork auf Stramehl, ist in ihrer Jugend das reichste Edelfräulein in Pommern gewesen und hat von ihren Eltern so viele Landgüter geerbt, daß sie fast eine Grafschaft besessen. Dadurch ist sie aber so stolz und hoffährtig geworden, daß sie verschiedene vornehme Edelleute, welche sie zur Ehefrau begehrten, boshaft verschmähet und sich nur eines Fürsten oder Grafen würdig geschätzt hat. Sie hat sich deshalb auch mehrentheils an den fürstlich Pommerschen Höfen aufgehalten, | ||
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| + | Nach erstattetem Bericht der Amtshauptleute und erfolgter landesherrlicher Genehmigung mußte, laut Vorschrift des Stettinschen Schöppenstuhls, | ||
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| + | Als ihr nun aber die bereits verurtheilte Wolde Albrechts das gegen sie abgelegte Bekenntniß ins Gesicht sagte, so blieb sie nicht blos beim Leugnen der ihr angeschuldigten Missethaten, | ||
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| + | So eifrig und hitzig nun auch der Fiskal die Untersuchung gegen die Borkin fortsetzte, hat er doch nicht umhin gekonnt, ihr auf ihr Verlangen einen berühmten Advokaten, Dr. Elias Panli, als Sachwalter zuzugestehen, | ||
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| + | Nachdem nun der Anwalt Sidonien' | ||
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| + | Zu Stargard bei Regenwalde auf dem Schlosse des Grafen von Bork befindet sich ein wahrscheinlich von der Hand Lucas Kranach' | ||
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| + | Schon seit dem Ende des 16. Jhdts. waren an dem Hofe der Herzöge von Pommern dunkle und geheimnißvolle Gerüchte von Spukereien aufgetaucht, | ||
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| + | Es versteht sich, daß das Meiste, was hier von Sidonia erzählt wird, reine Sage ist, denn nirgends kommt in den Akten ihres Prozesses vor, daß sie wirklich ein Eheversprechen von Ernst Ludwig von Wolgast erhalten habe, oder daß sie reich gewesen sei, im Gegentheil besaß sie als Hypothek ihres Unterhalts nach dem Tode ihres Vaters nur einige Bauerhöfe zu Zachow, sie selbst war so ungebildet, daß sie kaum ihren Namen »Czidona Borken« kritzeln konnte und wohl nie den Amadis von Gallien gesehen hatte. Weil sie aber ohne feste Wohnstätte in Hinterpommern, | ||
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