sagen:graessepreussenii366
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| Pommern. Alt-Stettin 1613 in 4°. Th. I. S. 144 etc. | Pommern. Alt-Stettin 1613 in 4°. Th. I. S. 144 etc. | ||
| - | Im Jahre 1519 sind zu Stettin vier Kirchenräuber hingerichtet worden, von denen einer Störzecke, der andere und dritte Claus und Hans Damelo, und der vierte Werneke geheißen hat. Diese vier Buben haben in der Mark Brandenburg, | + | Im Jahre 1519 sind zu [[geo:Stettin]] vier Kirchenräuber hingerichtet worden, von denen einer Störzecke, der andere und dritte Claus und Hans Damelo, und der vierte Werneke geheißen hat. Diese vier Buben haben in der [[region: |
| Es haben aber diese vier Buben bei ihren Kirchenräubereien folgende Büberei gebraucht. Sie hatten Wagen und Pferde und ein Krahmfaß. Wenn sie nun eine Kirche bestehlen wollten, so schlossen sie einen von ihnen in das Krahmfaß ein, den sie mit Nachschlüsseln und Werkzeugen versahen, und baten die Vorsteher der Kirchen in den Dörfern, da es in den Krügen unsicher sei, so möchten sie ihnen doch vergönnen, daß sie die Nacht über das Krahmfaß in die Kirche stellen dürften. Wenn nun solches geschehen, stieg dann der, welcher in dem Krahmfaß eingeschlossen war, heraus, bestahl die Kirche und machte sich sodann davon. Die andern im Kruge schliefen aber am Morgen etwas lange, bis die Bauern vorerst die Kirche erbrochen fanden. Da wollten die Buben nichts davon wissen, sondern zogen nach der Obrigkeit der Bauern und Junker und klagten gegen jene auf Schadenersatz. Sie hatten aber unter sich einen Goldschmied, | Es haben aber diese vier Buben bei ihren Kirchenräubereien folgende Büberei gebraucht. Sie hatten Wagen und Pferde und ein Krahmfaß. Wenn sie nun eine Kirche bestehlen wollten, so schlossen sie einen von ihnen in das Krahmfaß ein, den sie mit Nachschlüsseln und Werkzeugen versahen, und baten die Vorsteher der Kirchen in den Dörfern, da es in den Krügen unsicher sei, so möchten sie ihnen doch vergönnen, daß sie die Nacht über das Krahmfaß in die Kirche stellen dürften. Wenn nun solches geschehen, stieg dann der, welcher in dem Krahmfaß eingeschlossen war, heraus, bestahl die Kirche und machte sich sodann davon. Die andern im Kruge schliefen aber am Morgen etwas lange, bis die Bauern vorerst die Kirche erbrochen fanden. Da wollten die Buben nichts davon wissen, sondern zogen nach der Obrigkeit der Bauern und Junker und klagten gegen jene auf Schadenersatz. Sie hatten aber unter sich einen Goldschmied, | ||
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