sagen:graessepreussenii346
Unterschiede
Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.
| Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende ÜberarbeitungNächste Überarbeitung | Vorhergehende Überarbeitung | ||
| sagen:graessepreussenii346 [2025/01/29 15:15] – ewusch | sagen:graessepreussenii346 [2025/05/20 14:05] (aktuell) – ewusch | ||
|---|---|---|---|
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
| [[sagen: | [[sagen: | ||
| + | ====== Der Schlangenkönig zu Lübbenau und das Wappen der Grafen von Lynar ====== | ||
| + | S. Büsching, Wöchentliche Nachr. f. Freunde d. Geschichte etc. Breslau 1817 Bd. III. S. 342 etc. | ||
| + | Haupt Bd. I. S. 75. | ||
| + | |||
| + | Das alte Schloß zu [[geo: | ||
| + | |||
| + | Es sind in und um Lübbenau in den vielen Armen der [[region: | ||
| + | |||
| + | Als nun der erste Graf zu Lynar aus [[land: | ||
| + | |||
| + | Seit dieser Zeit ist jedoch der Schlangenkönig selten mehr gesehen worden, überhaupt hat sich die Zahl der Schlangen in jener Gegend sehr gemindert. Indeß hat vor ohngefähr hundert Jahren ein Fischer, der in einem alten mit Weiden besetzten Graben, unweit des Schlosses an der sogenannten Schnecke, also an derselben Stelle, wo damals der Graf von Lynar den Schlangenkönig seine Krone ablegen sah, eine große Schlange mit etwas Weißem auf dem Kopfe unter einer Menge von Fischen mit aus dem Netze gezogen. Wie es nun dort die Leute in der Gewohnheit haben, daß sie jede Schlange tödten, welche sie finden, so schlägt er auch nach dieser mit seinem Steuer. Da giebt diese auf einmal einen gellenden Pfiff von sich und augenblicklich ist der ganze Graben schwarz von Schlangen, die sich an seinem Ruder in die Höhe schwingen und in seinen aus einem einzigen Eichenstamme ausgehöhlten Kahn drängen. In Angst und Schrecken springt er aus dem Kahne aufs Land und läuft so schnell er kann davon, die Schlangen aber immer hinter ihm drein. Zum Glück fällt es ihm ein seine Jacke auszuziehen und von sich zu werfen. Auf diese stürzen sich die Schlangen wie rasend und inzwischen entkommt er. Die Jacke aber fand man nach mehreren Tagen in dem faulen Graben durch und durch zernagt, eine Warnung, wie es ihm ergangen sein würde, wenn sie ihn erwischt hätten. Er hat sich aber seit dieser Zeit wohl gehütet die unschuldigen Thiere zum Vergnügen zu tödten. Jene Schlange ist aber der Schlangenkönig gewesen, der nur noch die Haken am Kopfe, aber keine Krone mehr gehabt hat. Ob ihn übrigens der Schlag des Fischers getödtet hat, weiß man nicht, gesehen hat man ihn nicht wieder. | ||
| //Quelle: [[autor: | //Quelle: [[autor: | ||
| ---- | ---- | ||
| - | {{tag> | + | {{tag> |
sagen/graessepreussenii346.1738160154.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
