sagen:graessepreussenii328
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| + | > Sage des Monats Oktober 2025 | ||
| + | ====== Der Schatz auf der Landskrone ====== | ||
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| + | S. die Landeskrone bei Görlitz. Görlitz 1862 in 12. S. 23 etc. | ||
| + | Haupt Bd. II. S. 89, Bd. I. S. 219 etc. | ||
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| + | Als eine Art Vorwacht des [[region: | ||
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| + | Es war im Jahre 952, unter der Regierung des großen deutschen [[vip: | ||
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| + | Im April 953 wurde der Anfang mit dem Wohnhause in dem Meierhofe gemacht; dieses Haus ward ein Stockwerk hoch gemauert und enthielt vier Stuben und einen sehr großen Pferdestall. Nach Vollendung dieses Gebäudes fing man mit dem Bau des ersten Schlosses auf dem Gipfel des Berges gegen Mitternacht zu an. Dieses Schloß ward sehr fest gebaut, es war drei Stockwerke hoch und bekam ein italienisches oder welsches Dach. Der Bauherr gab sich nun die größte Mühe, es sehr fest bauen zu lassen, daher er aus [[region: | ||
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| + | Man baute nun rüstig weiter, allein es fielen manche Unannehmlichkeiten vor, so daß Jocant Faust, ein Sorbe und sächsischer Unterthan, von dem Bauherrn den Abschied begehrte, ihn aber nicht erhielt. Hernach rebellirten die Handwerker, es entstanden unter ihnen Händel und große Schlägereien, | ||
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| + | Nun fing man auch das andere Schloß zu bauen an; es wurde zwar nicht so prächtig als das erste gebaut, jedoch aber aus Steinen und Kalk gemauert und ebenso befestigt. Dieses Schloß enthielt nun aber im ersten und zweiten Stockwerk die schönsten Stuben und Kammern, im dritten aber die anmuthigsten Erker und Söller. Von Außen ging eine Gallerie um das Schloß herum. Es stand an der Mittagsseite des Berges. Zuletzt wurde noch ein Stallgebäude und ein Wagenschuppen gebaut und der Hof mit einer Mauer umgeben. Nachdem Alles fertig war, zog der Ritter Tugomir mit seinen Reisigen in die Winterquartiere und die Handwerker kehrten in ihre Heimath zurück, ausgenommen die Tischler, welche noch viele Arbeit zu fertigen hatten. Der Zimmermeister war von Gabel in Böhmen und hieß Marcus Dorheide, der Tischlermeister war aus [[geo: | ||
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| + | In der zweiten Woche vor Weihnacht zog Ziscibor mit seiner Familie in das auf der mitternächtlichen Spitze des Berges gelegene Schloß, ebenso die Familie des Herrn Zenko von Wartenberg, und 50 bewaffnete [[volk: | ||
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| + | Dies ist die Sage von dem Untergange des Schatzes, nach dem sich so viele Herzen seit jener Zeit gesehnt. Man hat zu verschiedenen Zeiten Versuche gemacht, ihn zu heben, und namentlich hat ein gewisser Reinhard Adelmann, der sich selbst einen offenbaren Notarius von kaiserlicher und päpstlicher Gewalt und Freikünstler in der Kunst Nigromantia nannte, durch einen an den Rath von Görlitz abgedruckten Brief (abgedr. in d. Beschr. d. Landeskr. S. 28 u.d. Datum 1447 [1647?]) sich erboten den Schatz zu heben. | ||
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| + | Diesen Schatz können aber nur reine Jungfrauen heben und es heißt daß er werde gehoben werden, wenn so viele reine Jungfrauen zusammenkämen, | ||
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| + | Einmal hat eine arme Frau mit ihrem Kinde auf der Landeskrone sich ergangen und das Kind hat gespielt und so in seiner Unschuld die Thüre zu dem Schatze gefunden, ist hingegangen, | ||
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| + | Es war am Ende des 16. Jhdts. als [[vip: | ||
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| + | Der alte [[lex: | ||
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| + | Man sagt, daß wenn man in das Gewölbe hineinkomme, | ||
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| + | Nach einer andern Sage soll dem der Schatz zu Theil werden, welcher in der heiligen [[zeit: | ||
| //Quelle: [[autor: | //Quelle: [[autor: | ||
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sagen/graessepreussenii328.1737492770.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
