sagen:graessepreussenii327
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| - | Sonst stand an dem sogenannten Weinberge bei Görlitz ein steinernes Kreuz, welches aber bei der Anlegung der Kunststraße nach Leschwitz entfernt worden ist. Dasselbe sollte zur Erinnerung folgender merkwürdigen Begebenheit dienen. | + | Sonst stand an dem sogenannten Weinberge bei [[geo:Görlitz]] ein steinernes Kreuz, welches aber bei der Anlegung der Kunststraße nach Leschwitz entfernt worden ist. Dasselbe sollte zur Erinnerung folgender merkwürdigen Begebenheit dienen. |
| - | Ein Schlosser zu Görlitz hatte einen einzigen Sohn, allein dies hinderte ihn nicht, da er ein sehr wohlhabender Mann war, nebenbei noch zwei arme Waisen, einen Knaben und ein Mädchen an Kindesstatt anzunehmen und selbige mit ersterem aufzuziehen. Die beiden Knaben erlernten beide das Schlosserhandwerk und als sie zu Gesellen gesprochen waren, zogen sie beide in die Fremde, der Meisterssohn wollte in Deutschland bleiben, das Waisenkind aber nach Frankreich ziehen. Beim Abschiede machten sie jedoch unter sich aus, sie wollten nach Ablauf von drei Jahren an einem gewissen Tage in einer Schenke zwischen Zittau und Ostritz zusammentreffen und dann selbander in Görlitz einwandern. Beide Burschen trugen aber in ihren Herzen eine heimliche Sehnsucht nach ihrer zurückgebliebenen Pflegeschwester und Jeder hoffte sie nach seiner Rückkehr die seine nennen zu können. So vergingen die drei Jahre, Beide arbeiteten fleißig, nur mit dem Unterschiede, | + | Ein Schlosser zu Görlitz hatte einen einzigen Sohn, allein dies hinderte ihn nicht, da er ein sehr wohlhabender Mann war, nebenbei noch zwei arme Waisen, einen Knaben und ein Mädchen an Kindesstatt anzunehmen und selbige mit ersterem aufzuziehen. Die beiden Knaben erlernten beide das Schlosserhandwerk und als sie zu Gesellen gesprochen waren, zogen sie beide in die Fremde, der Meisterssohn wollte in [[land:Deutschland]] bleiben, das Waisenkind aber nach [[land:Frankreich]] ziehen. Beim Abschiede machten sie jedoch unter sich aus, sie wollten nach Ablauf von drei Jahren an einem gewissen Tage in einer Schenke zwischen |
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