sagen:graessepreussenii326
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| + | ====== Die große Linde auf dem Nicolaikirchhofe zu Görlitz ====== | ||
| + | Nach Haupt Bd. II. S. 82 etc. | ||
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| + | Auf dem Nicolaikirchhofe zu [[geo: | ||
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| + | In der Sechsstadt Görlitz herrschte ehedem ein sehr strenges Regiment, namentlich hatten die Diebe und Stegreifritter stets sofort bei ihrer Ergreifung den Galgen als Lohn ihrer unerlaubten Thätigkeit zu erwarten. So hatten sie denn einstmals auch einen armen Knappen gefangen und auch ihn für mitschuldig an der Ruchlosigkeit seines Herrn angesehen. Indeß leugnete er frischweg Alles, was man ihm Schuld gab, und blieb selbst, nachdem man ihm die Daumschrauben angelegt, um ein Geständniß von ihm zu erpressen, fest dabei, daß er unschuldig sei. Dies half ihm aber Alles nichts, er ward verurtheilt gehenkt zu werden. Als er nun auf seinem letzten traurigen Gange vor dem Nicolaikirchhofe vorbeikam, wo seine Eltern lagen, denn er war ein Görlitzer Stadtkind, da fiel es ihm schwer aufs Herz, daß er so unschuldig sterben solle, und er wollte mit Gottes Beistand ein Zeugniß hinterlassen, | ||
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sagen/graessepreussenii326.1738013072.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
