Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


sagen:graessepreussenii274

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
sagen:graessepreussenii274 [2025/01/27 21:47] ewuschsagen:graessepreussenii274 [2025/01/30 17:50] (aktuell) – Externe Bearbeitung 127.0.0.1
Zeile 5: Zeile 5:
 ====== Die Rabendocke bei Goldberg ====== ====== Die Rabendocke bei Goldberg ======
  
-    Romantisch behandelt bei Peschel, Volkssagen und Märchen aus Schlesien. Bunzlau 1830, Th. I. in 8°. S. 30 etc.+    Romantisch behandelt bei Peschel, Volkssagen und Märchen aus  
 +    Schlesien. Bunzlau 1830, Th. I. in 8°. S. 30 etc.
  
 Die Rabendocke(n), eine romantische Felspartie, ähnlich den Adersbacher Felsen, ist eine vielfach zerklüftete Felswand am Ufer der Katzbach, am nördlichen Ende des sogenannten Geiersberges in dem schönen Thale von Seifenau auf dem Wege nach Neuländel, 1/4 Meile südwestlich von Goldberg; sie sieht einer zertrümmerten Burg mit Thüren, Fenstern und einem Thurme ziemlich ähnlich. Von diesem Felsengebilde giebt es nun aber eine Volkssage, welche erzählt, hier habe ehemals eine wirkliche Burg gestanden, ein gottloser und frevelnder Besitzer derselben habe aber den Zorn eines mächtigen Zauberers gereizt, und als Ersterer einmal wieder auf der Zinne des Thurmes auf Raub und Beute gelauert habe, wie er solches häufig zu thun pflegte, sei er plötzlich mit dem Thurme, durch einen mächtigen Zauberschlag, in einen Felsen verwandelt worden, weshalb der menschenähnliche vordere Felsen mit seinem scheußlichen Antlitze noch heute ins Thal herabblicke. Am Christabend um Mitternacht stehe hier jedes Jahr eine Thüre offen und wer dann kühn genug sei, durch dieselbe einzutreten und Besonnenheit genug habe, vor dem Verschlusse des Eingangs sich wieder zu entfernen, könne mit Schätzen reich beladen heimkehren. Die Rabendocke(n), eine romantische Felspartie, ähnlich den Adersbacher Felsen, ist eine vielfach zerklüftete Felswand am Ufer der Katzbach, am nördlichen Ende des sogenannten Geiersberges in dem schönen Thale von Seifenau auf dem Wege nach Neuländel, 1/4 Meile südwestlich von Goldberg; sie sieht einer zertrümmerten Burg mit Thüren, Fenstern und einem Thurme ziemlich ähnlich. Von diesem Felsengebilde giebt es nun aber eine Volkssage, welche erzählt, hier habe ehemals eine wirkliche Burg gestanden, ein gottloser und frevelnder Besitzer derselben habe aber den Zorn eines mächtigen Zauberers gereizt, und als Ersterer einmal wieder auf der Zinne des Thurmes auf Raub und Beute gelauert habe, wie er solches häufig zu thun pflegte, sei er plötzlich mit dem Thurme, durch einen mächtigen Zauberschlag, in einen Felsen verwandelt worden, weshalb der menschenähnliche vordere Felsen mit seinem scheußlichen Antlitze noch heute ins Thal herabblicke. Am Christabend um Mitternacht stehe hier jedes Jahr eine Thüre offen und wer dann kühn genug sei, durch dieselbe einzutreten und Besonnenheit genug habe, vor dem Verschlusse des Eingangs sich wieder zu entfernen, könne mit Schätzen reich beladen heimkehren.
sagen/graessepreussenii274.1738010866.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)