sagen:graessepreussenii271
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| + | ====== Des Teufels Dudelsack ====== | ||
| + | S. Gödsche S. 118 etc. | ||
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| + | In dem Dorfe Liatkowe bei Militsch wohnte einmal ein alter Musikus, der wegen seiner Fertigkeit auf dem Dudelsack eine auf allen Tanzböden, bei allen Hochzeiten und Kindtaufen gesuchte Persönlichkeit war. Er verdiente schönes Geld, allein je mehr er zusammenhäufte, | ||
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| + | So hatte er einst bei einer fröhlichen Hochzeit im Dorfe Breslawitz sich wichtig gemacht und begab sich gegen Mitternacht mit vollen Taschen auf den Rückweg nach Hause. Es führte ihn aber, ehe er in sein Dorf gelangte, sein Weg durch die Liatkower Haide, einen ziemlich großen Wald, und aus Langeweile nahm er seinen Dudelsack zur Hand und fing an darauf einige lustige Stückchen zu blasen. Es währte aber nicht lange, so kam es ihm vor, als wenn von der andern Seite des Weges ein anderer Dudelsack ihm entgegen käme und bald überzeugte er sich, daß wirklich ein anderer Musikant gewissermaßen mit ihm wetteiferte; | ||
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| + | Kaum war er zu früher Stunde erwacht, so weckte er auch seine Frau und erzählte ihr sein Abenteuer; als dieselbe aber in die Höhe schaute, da hing leider statt eines Dudelsacks ein alter Schinderknochen an der Wand. Da erschrak Jobst fürchterlich, | ||
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sagen/graessepreussenii271.1737492094.txt.gz · Zuletzt geändert: (Externe Bearbeitung)
