sagen:graessepreussenii270
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| + | ====== Die Perlenschnur der Familie von Maltzan ====== | ||
| + | Nach Gödsche S. 113 etc. | ||
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| + | Im Jahre 1586 verheirathete sich der Freiherr Joachim von Maltzan, ein pommerscher Edelmann, mit der Enkelin des damaligen Besitzers von Militsch, Heinrichs II., eines Freiherrn von Kurzbach. Diese hieß Eva Regina und war eine Tochter Popels von Lobkowitz, eines böhmischen Freiherrn. | ||
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| + | Am 12. Mai des Jahres 1588 ward der erste Sohn aus dieser Ehe zu Militsch, wo sich das junge Paar damals aufhielt, getauft und in der darauf folgenden Nacht hatte die junge Frau einen sonderbaren Traum. Es war ihr nämlich, als wenn in dem Gemache, in welchem sie und ihr Söhnlein im Schatten einer entfernt auf dem Fußboden stehenden Lampe schliefen, in einem Winkel der Fußboden sich öffne und ein kleiner, kaum eine halbe Elle hoher silberbärtiger Greis aus der Erde heraufsteige und sich mit trauriger und bittender Miene ihrem Bette nähere. Auf ihr Befragen, was sie für ihn thun könne, versetzte er: »nichts weiter, als daß sie die Lampe von der Stelle wegnehme, wo sie jetzt stehe. Er und seine Familie seien nämlich Wichtelleute und auf einem Zuge in fremde Länder begriffen, sie hätten im Grunde des Schlosses gerastet, dort sei seine Enkelin in Kindesnöthe verfallen, habe einen Sohn zur Welt gebracht und Mutter und Kind würden durch das aus der Lampe, die gerade über dem Orte, wo das Bett der Wöchnerin sich befinde, stehe, tropfende Oel behelligt.« Nachdem er so gesprochen, verschwand der Greis und die Freifrau erwachte. Sie hatte am nächsten Morgen das Traumgesicht vollständig vergessen, allein in der folgenden Nacht wiederholte es sich genau so, wie in der vorhergehenden, | ||
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| + | Vier und zwanzig Jahre später (1616) gab der Freiherr Joachim ein großes Gastmahl zur Feier des Geburtstages seiner Gemahlin; bei dieser Gelegenheit kam man auch auf die Perlenschnur zu reden, dieselbe ward herbeigeholt, | ||
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