sagen:graessepreussenii269
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| + | ====== Das blutrothe Gemach zu Militsch ====== | ||
| + | S. Gödsche S. 108 etc. | ||
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| + | In dem Breslauer Kreise liegt eine kleine Stadt mit einem alten festen und einem neuen Schlosse, Militsch genannt, an der Bartsch. Diese gehörte in der Mitte des 13. Jhdts. vertragsmäßig zu gleichen Theilen den herzoglichen Brüdern, Heinrich III. und Boleslaus Calvus von Schlesien und dem Bischof von Breslau. Sie hatte deshalb auch zwei Burgvögte, Hans von Cordebog für die fürstlichen Brüder und den Ritter von Rychberg für den Bischof. Letzterer hielt sich aber auf der kleinern Burg, die auf dem jenseitigen Ufer der Bartsch stand, jetzt aber verschwunden ist, auf. Beide Burgen waren durch einen unterirdischen Gang unter dem Flußbette verbunden. Nun hatte aber der Ritter Hans von Cordebog eine Nichte von sich, ein polnisches Fräulein von großer Schönheit, Namens Jadwiga Zaremba, nach dem Tode ihrer Eltern zu sich genommen. Selbige war schon als Kind einem polnischen Edelmann von ihrem Vater verlobt worden, allein ihr Vater hatte sein Wort zurückgenommen, | ||
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| + | So kam der Abend des Hochzeitstages heran, ein schreckliches Unwetter tobte in den Lüften und Borziwoi nahm deshalb das Anerbieten des Burgkaplans, | ||
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| + | Mittlerweile hatte aber dem Ritter Rychberg die Zeit, bis zu welcher sein Verwandter zurückkehren sollte, zu lang geschienen, er hatte also mehrere Knappen ausgesendet um ihn zu suchen, da er vermuthete, er könne während des Unwetters möglicher Weise verunglückt sein. Dieselben kehrten bald mit der Nachricht zurück, die Thore der großen Burg ständen weit offen, allein in der Burg selbst liege Alles in todtenähnlichem Schlafe. Da vermuthete der Burggraf nichts Gutes, sondern eilte mit mehreren Begleitern ebenfalls durch den unterirdischen Gang in die Nachbarburg, | ||
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