sagen:graessepreussenii221
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| - | Lange sah man am Rathhause zu Schweidnitz (ob auch jetzt noch?) einen steinernen Kopf als Denkmal einer schrecklichen Strafe. Es war ein bejahrter Rathsmann allda, vom Teufel des Geizes besessen, der hatte eine Dohle, und die richtete er ab, daß sie aus seinem Fenster hinüber durch eine ausgebrochene Glasscheibe in die Rathskämmerei flog und Geld herüber zu ihm trug, welches in dem wohlverwahrten Zimmer zum Oeftern auf dem Tische unverschlossen liegen blieb. Lange nahm man diesen Raub nicht wahr, endlich da fort und fort Geld fehlte, ward der Räuber entdeckt. Hierauf wurde gezeichnetes Geld hingelegt und auch dieses holte nach und nach die Dohle. Damit ward denn der Rathsmann leicht des Raubes überführt und ihm, obwohl er schon bei hohen Jahren war, eine entsetzliche Strafe zuerkannt. Er sollte auf den hohen Kranz des Rathhausthurmes gebracht werden, und von da heruntersteigen, | + | Lange sah man am Rathhause zu [[geo:Schweidnitz]] (ob auch jetzt noch?) einen steinernen Kopf als Denkmal einer schrecklichen Strafe. Es war ein bejahrter Rathsmann allda, vom Teufel des Geizes besessen, der hatte eine Dohle, und die richtete er ab, daß sie aus seinem Fenster hinüber durch eine ausgebrochene Glasscheibe in die Rathskämmerei flog und Geld herüber zu ihm trug, welches in dem wohlverwahrten Zimmer zum Oeftern auf dem Tische unverschlossen liegen blieb. Lange nahm man diesen Raub nicht wahr, endlich da fort und fort Geld fehlte, ward der Räuber entdeckt. Hierauf wurde gezeichnetes Geld hingelegt und auch dieses holte nach und nach die Dohle. Damit ward denn der Rathsmann leicht des Raubes überführt und ihm, obwohl er schon bei hohen Jahren war, eine entsetzliche Strafe zuerkannt. Er sollte auf den hohen Kranz des Rathhausthurmes gebracht werden, und von da heruntersteigen, |
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