sagen:graessepreussenii213
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| + | ====== Die Ahnfrau auf Greiffenstein ====== | ||
| + | Auf der Burg Greiffenstein ließ sich sonst, ebenso wie auf andern alten Schlössern, | ||
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| + | Einst hatte ein Burgvogt auf Greiffenstein eine sehr schöne Tochter, die besonders in Gunst bei dieser Ahnfrau zu stehen schien, weil sie ihr gewöhnlich, | ||
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| + | Einst war ein neuer Koch auf Greiffenstein angenommen worden, er hatte gerade ein großes Gastmahl vorzurichten, | ||
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| + | Einst kehrten während der Abwesenheit des Burgherrn einige Ritter auf der Burg ein, wilde und gottlose Gesellen, welche über Alles ihren Spott und Muthwillen trieben. Einer von ihnen hatte sogar die Frechheit, den Burgvogt zu fragen, ob er nicht die Ahnfrau zur Schlafgenossin bekommen könne. Derselbe verwies ihm solchen Uebermuth, allein vermochte doch nicht ihn von der Gefährlichkeit seiner Spöttereien zu überzeugen. Als sie nun beisammen in dem ihnen angewiesenen Gastzimmer saßen, brachte einer der Knappen eine Schüssel mit Speise herein, kaum aber hatte er die Schwelle überschritten, | ||
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| + | Ein anderes Mal kam ein feister heuchlerischer Mönch auf die Burg und forderte Nachtherberge. Während des Abends fand er Gelegenheit mit der jungen verliebten Frau des alten Burgvogts seine frühere Bekanntschaft zu erneuern. Er verabredete mit ihr, daß sie ihn des Nachts besuchen sollte, hatte aber, um allen Verdacht zu vermeiden, die Schlauheit, sich zum Schlafgemach die von Allen gefürchtete blaue Kammer zu erbitten, weil er glaubte, daß kein Geist sich an ihn als einen geweihten Priester wagen werde. Kaum hatte er das Zimmer betreten und eine geweihte Kerze angezündet, | ||
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| + | Bei einem Festmahle, welches einst der Burgherr Johann von Schaffgotsch abhielt, lud einer der Knappen die Ahnfrau ein, ihn auf morgen zum Kindtaufschmause besuchen zu wollen. Plötzlich stand dieselbe vor ihm und sagte, sie nehme die Einladung an. Am andern Tage hatte er die muthwillige Einladung wieder vergessen, als er aber am Abend mit seinen Gevattern beim fröhlichen Mahle saß, erscholl plötzlich ein lautes Getöse vor der Thüre und herein trat zum allgemeinen Entsetzen die gefürchtete Ahnfrau. Alles wollte aufspringen und davonlaufen, | ||
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| + | Von der Familie Schaffgotsch erfreute sich namentlich eine gewisse Magdalena von Schaffgotsch, | ||
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