sagen:graessepreussenii160
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| + | ===== Der böhmische Vielfraß zu Breslau ===== | ||
| + | S. Schlesisches histor. Labyrinth. Breslau u. Leipzig, 1737, S. 328 etc. | ||
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| + | Man sieht in der Maria-Magdalenischen Bibliothek zu Breslau nahe bei dem einen Fenster an der Wand im ersten Vordersaale heute noch ein in Kupfer gestochenes Porträt des sogenannten böhmischen Vielfraßes oder Katzenfressers. Derselbe kam im Jahre 1708 aus Böhmen nach Breslau, logirte etliche Tage in der Stadt, dann aber vor dem Ohlauschen Thore und legte für wenig Geld Proben seiner Unarten ab. Er gab vor, er sei aus Böhmen gebürtig und eines Hirten Sohn, dessen Mutter, als sie mit ihm schwanger gegangen, aus Lüsternheit das rohe Fleisch eines von einem Wolfe todtgebissenen Schafes mit großer Begierde in sich gefressen und damit ihr Kind verwahrlost habe. Dieser Kerl fraß mit der größten Begierde lebendige Katzen, Hunde, rohes Fleisch, alte Hüte, Strümpfe, Schuhe, Pelzflecken und Steine, die er in Werg wickelte, und viele hundert Personen haben dies mit ihren eigenen Augen gesehen. Sein Trunk bestand in Wasser oder etwas Branntwein und er war fähig, das rohe Fleisch zu verdauen, einen Theil der Steine aber hat er oftmals wieder von sich weggebrochen. Die andern sind durch ordentliche Stühle von ihm weggegangen, | ||
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